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    Vettel will an WM-Spitze – Schumacher optimistisch

    Mit dem nächsten China-Coup will Sebastian Vettel endlich an die Formel-1-Spitze stürmen, Michael Schumacher kämpft hingegen schon gegen ein frühes Aus im WM-Rennen.

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    Michael Schumacher (l) und Teamchef Ross Brawn gehen zuversichtlich in die kommenden Rennen.

    Rückendeckung erhielt der bislang hinterherfahrende Rekord-Weltmeister vor dem vierten Saisonlauf in Shanghai von Mercedes-Teamchef Ross Brawn. «Es ist ziemlich klar, dass er mit jedem Rennen stärker wird», sagte der Brite der Nachrichtenagentur dpa und betonte: «Der Titelkampf ist noch lange nicht entschieden.»

    Das sieht auch Favorit Vettel nicht anders. «Der Weg ist noch weit. Wir haben gesehen, wie schnell sich die Dinge von einem zum anderen Rennen ändern können», warnte der Heppenheimer. Derzeit aber sitzt der Red-Bull-Pilot im schnellsten Auto des Feldes und ist nach seinem souveränen Sieg in Malaysia mit 37 Zählern als Gesamt-Dritter nur noch zwei Punkte vom WM-Führenden Felipe Massa entfernt.

    Sein Team hofft nach Vettels Regen-Gala vom Vorjahr, als ihm der erste Sieg für Red Bull gelang, auf eine weitere Show des 22- Jährigen. «Wir kommen mit hohen Erwartungen hierher zurück», verriet Teamchef Christian Horner. Der Brite setzt fest auf die Überlegenheit des RB6. «Wir sind auf drei verschiedenen Strecken gefahren, das Auto war auf allen dreien schnell», sagte Horner. Auch Vettel treibt seine Crew vorwärts: «Ziel ist immer, es noch besser zu machen.»

    Spitzenreiter Massa will seinen Platz aber nicht kampflos räumen. «Sie sind definitiv nicht unaufhaltsam, aber wir müssen uns ein wenig verbessern, um sie zu stoppen», meinte der Ferrari-Pilot an die Adresse seiner Ingenieure. Zuletzt bremsten die Scuderia technische Probleme. Titelhoffnung Fernando Alonso forderte daher nach seinem Motorenplatzer von Malaysia mehr Zuverlässigkeit ein. «Wir müssen bei den nächsten Rennen aufs Podium fahren. Wenn man konstant unter den Top Drei ist, hat man eine gute Position im Titelkampf», rechnete der Gesamt-Zweite vor.

    Auch das Mercedes-Lager ist mit dem Silberpfeil noch längst nicht zufrieden. «Wir räumen unumwunden ein, dass wir nicht den Leistungsstand haben, den wir uns wünschen würden», bekannte Teamchef Brawn. Ein «aggressives Entwicklungsprogramm» soll möglichst schnell den Rückstand zur Spitze verringern. Hinter Red Bull, Ferrari und McLaren sind die Schwaben nur die Nummer vier, Renault sieht sich schon fast auf Augenhöhe.

    Der siebenmalige Champion Schumacher, dem in Sepang ein Defekt den vorläufigen Tiefpunkt seines Comebacks bescherte, gibt sich noch erstaunlich gelassen. «Man kann nur schrittweise vorangehen, und ich bin da sehr zuversichtlich», erklärte der Kerpener, dem bislang auch der interne Rivale Nico Rosberg davonfährt. Noch aber hat Schumacher Spaß. «Die Lust am Wettkampf hat mich wieder voll gepackt», versicherte der 91-malige Grand-Prix-Sieger.

    Auch Alonso hat den alten Rivalen noch auf der Rechnung. «Die Saison ist noch lang, und ich gehe ernsthaft davon aus, dass Michael schon in diesem Jahr ein ernstzunehmender Konkurrent um den Titel werden wird», sagte der Spanier der «Sport Bild».

    In der Box sei der Kerpener schon längst wieder ganz der Alte, berichtete «Superhirn» Brawn. «Er war schon immer der ultimative Profi, voller Hingabe. Er liefert noch immer ein technisches Feedback auf enorm beeindruckendem Niveau. Außerdem ist er fitter als jeder 41-Jährige, den ich kenne», sagte der Teamchef, der an allen Titeln Schumachers beteiligt war.

    In Schlagdistanz zur WM-Spitze liegt derzeit aber nur Kollege Rosberg, der als Fünfter punktgleich mit Titelverteidiger Jenson Button (beide 35) ist. Mit gewachsenem Selbstvertrauen kündigte der Wiesbadener daher an, die «Reihe guter Resultate in China fortzusetzen».

    Auch der Gräfelfinger Adrian Sutil ist nach seinem starken fünften Platz von Malaysia im Aufwind. Auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit sieht sich der Force-India-Pilot wieder auf Punktekurs. «Wir sollten für die Top Ten gut sein», sagte Sutil. Dagegen maulte Williams-Neuling Nico Hülkenberg: «Die Strecke gehört nicht zu meinen Favoriten.» Den meisten Grund zur Klage im deutschen Sextett hat aber wohl Timo Glock. Der Wersauer will den hoffnungslos unterlegenen Virgin im vierten Versuch endlich ins Ziel steuern.

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