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    Monte Carlo

    Vesper: Doppelbewerbung Berlin/Hamburg «nicht möglich»

    Fragen an Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), beim IOC-Reformkongress in Monte Carlo.

    Michael Vesper
    DOSB-Generaldirektor Michael Vesper ist von der Abstimmung nicht überrascht.
    Foto: Boris Roessler - DPA

    Sind Sie überrascht, dass das IOC-Reformpaket heute ohne eine Gegenstimme angenommen wurde?

    Vesper: Das ist ein Zeichen für eine sehr gute Vorbereitung. Das zeigt nur, dass es in monatelanger Arbeit wohl abgewogene Vorschläge sind. Und deswegen ist es nicht überraschend, dass sie hier einstimmig durchgehen.

    Was bedeuten diese Reformvorschläge? Wie wichtig sind sie?

    Vesper: Diese Reformvorschläge bedeuten mehr Flexibilität, mehr Betonung auf Nachhaltigkeit, ein Stück Bescheidenheit und mehr Transparenz. Und dies zusammen sind alles Dinge, die wir in Deutschland nur begrüßen können.

    Glauben Sie, dass die Glaubwürdigkeitskrise, diese Zweifel in der Bevölkerung durch diese Programme wirklich behoben werden können?

    Vesper: Zunächst einmal ist es ja so, dass eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland dafür ist, dass wir uns wieder für Olympische Spiele bewerben. Es hakt immer dann, wenn es um die eigene Stadt, um den eigenen Sprengel geht. Und ich denke, da kommen doch einige Punkte jetzt zusammen, die es erleichtern, die Menschen zu überzeugen und ihnen auch Ängste zu nehmen - was Kosten angeht, was überbordende oder unsinnige Investitionen angeht.

    Warum braucht Deutschland Olympische Spiele?

    Vesper: Deutschland braucht Olympische Spiele, weil wir auch der Welt damit zeigen können, dass man diese Spiele heute nachhaltig veranstalten kann, dass ein Land wie Deutschland davon auch Impulse mitnehmen kann. (...) Wir haben es selber erlebt beim Sommermärchen 2006, was ein großes Sportereignis in unserem Land auslösen kann - was noch bis heute nachwirkt.

    Wie weit wäre denn eine deutsche Doppel-Bewerbung von Berlin und Hamburg denkbar?

    Vesper: Diese Reformen, die heute beschlossen worden sind, sind nicht so zu interpretieren, dass nun Doppelbewerbungen ermöglicht werden sollten. Sondern es geht darum, auch hier mehr Flexibilität zu zeigen und bestimmte Wettbewerbe auslagern zu können. Etwa für die sehr teure Anlagen erforderlich sind.

    Also der DOSB schließt - Stand heute - eine Doppelbewerbung Berlin und Hamburg aus?

    Vesper: Eine solche Doppelbewerbung ist nach den Statuten des IOC nicht möglich.

    Homepage IOC

    DOSB-Grundsatzbeschluss für Olympiabewerbung 2024

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