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Hamm

Versicherungsschutz trotz unvollständiger Angaben

dpa/tmn

Unvollständige Angaben in einem Antragsformular kosten nicht zwangsläufig den Versicherungsschutz. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm hervor, über das die Fachzeitschrift «Recht und Schaden»berichtet.

Die Versicherung dürfe dann nicht vom Vertrag zurücktreten, wenn sie den Fehler bemerkt und trotzdem beim Kunden nicht nachgefragt hat, entschied das Gericht (Az.: 20 U 195/07). Im verhandelten Fall hatte der Kläger einen Antrag auf Abschluss einer Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung nur unvollständig ausgefüllt. Die Versicherung beanstandete das nicht und stellte auch keine Nachfragen. Als sie den Versicherungsvertrag später mit Blick auf die unvollständigen Angaben kündigen wollte, scheiterte sie vor Gericht: Die Richter hielten dem Unternehmen vor, gegen den Grundsatz von Treu und Glauben zu verstoßen. Ersichtlich unvollständigen oder unklaren Angaben müsse eine Versicherung vor dem endgültigem Vertragsabschluss nachgehen.

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