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Berlin

Verluste aus Optionsscheinen: Einspruch einlegen

dpa/tmn

Nach einem neuen Urteil können Anleger Verluste aus Optionsscheinen möglicherweise doch steuerlich geltend machen. Eine andere rechtliche Einstufung könnte dies jetzt ändern.

Laut dem Bund der Steuerzahler in Berlin gibt es immer wieder Streit darum, ob solche Verluste einkommensteuerrechtlich zählen – die Finanzverwaltung akzeptiert sie nicht. Mit einem Optionsschein wetten Anleger auf eine bestimmte Entwicklung eines Wertpapiers. Tritt diese nicht ein, verfallen die Scheine – ihr Wert sinkt auf Null. «Aus Sicht der Finanzverwaltung hat dann kein Verkauf stattgefunden – und daher kann es keinen Verlust geben», erklärt Steuerreferentin Anita Käding. «Anders als beim Verkauf eines Grundstücks ist der Verlust nicht realisiert, da kein Geschäft stattgefunden hat.» Mitunter werden die Scheine kurz vor Fälligkeit für wenige Cent veräußert, damit doch ein Verkaufsgeschäft vorliegt. Abgelehnt würden Verluste bei der Steuer aber auch dann.

Ein Urteil des Finanzgerichts München (Az.: 15 K 1050/09) besagt jetzt, dass die Kosten für die Anschaffung aber Werbungskosten sein könnten. Denn der Ankauf sei mit dem Ziel erfolgt, Einkünfte zu erzielen – und «fehlgeschlagene Aufwendungen» könnten Werbungskosten sein. Betroffene Steuerzahler sollten Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen, rät Käding. Zur Begründung sollten sie auf die Entscheidung des Finanzgerichts verweisen. Beim Bundesfinanzhof sei allerdings unter dem Aktenzeichen IX R 50/09 Revision eingelegt worden. «Die steuerzahlerfreundliche Entscheidung ist also noch nicht endgültig.»

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