Archivierter Artikel vom 16.03.2011, 14:22 Uhr
Berlin

Verbrannte Hortensien setzen Blausäure frei

Werden Hortensien als Rauschmittel missbraucht, droht Lebensgefahr. Bestandteile des als Zierpflanze harmlosen Gewächses sollten daher nicht verbrannt und geraucht werden, warnt die Bundesapothekerkammer in Berlin.

Schön, aber gefährlich
Schön fürs Auge, für die Gesundheit jedoch gefährlich: Werden Hortensien verbrannt, setzt sich giftige Blausäure frei. (Bild: ZB-Funkregio Ost)
Foto: DPA

Beim Verbrennen der Pflanze werde Blausäure freigesetzt. Atmet jemand den Rauch ein, kann er sich damit vergiften. Das könne theoretisch zu Bewusstlosigkeit, Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems bis hin zum Tod führen.

Die Kammer beruft sich auf einen Bericht der «Pharmazeutischen Zeitung». Demnach könnte ein zunehmender Diebstahl von Hortensien-Bestandteilen im Zusammenhang mit der experimentierfreudigen Cannabis-Szene stehen. Diese schreibt dem Rauchen getrockneter Hortensien offenbar eine berauschende Wirkung zu, was Forscher aber bezweifeln.