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Newark

US-Schwimm-Verband – Weitere Namen in Sex-Skandal

dpa

In einem seit Monaten schwelenden Sex-Skandal hat der amerikanische Schwimmverband eine weitere Liste mit den Namen von Verdächtigen erstellt.

Nach Angaben von Verbandspräsident Jim Wood handele es sich dabei um Personen, die wegen vermeintlicher Verfehlungen gegenüber Schwimmern «vorgemerkt», aber noch nicht bestraft worden seien, da sie aktuell keine Verbandsmitglieder sind. Bereits vor knapp zwei Monaten war eine Liste mit den Namen von 46 Beteiligten veröffentlicht worden, die auf Lebenszeit vom Verband ausgeschlossen wurden – in den meisten Fällen wegen sexueller Vergehen.

Bei einem Treffen in Newark im US Bundesstaat New Jersey beschloss die oberste US-Schwimm-Behörde, derartige Fälle künftig vor den nationalen Prüfungsausschuss (NBOR) zu bringen. Um wie viele Namen es sich handelt, konnte Wood nicht sagen. «Einige von ihnen standen schon länger auf der Liste, andere wurden kürzlich hinzugenommen.» Man wolle sicher gehen, «dass sie vorgemerkt sind, falls sie jemals versuchen sollten, einen Job als Trainer bei uns im Verband zu bekommen», betonte Wood.

Wer sich einer NBOR-Anhörung verweigere oder als schuldig empfunden werde, komme auf die Ende Mai veröffentlichte erste Liste, auf der Mitglieder stehen, die Nachwuchs-Schwimmer missbraucht oder belästigt haben. Auch der Ex-Chef der Nationalmannschaft, Everett Uchiyama, steht auf dem Papier. Uchiyama hatte seit 1999 als Nationalteam-Koordinator gearbeitet und war kurz vor den Olympischen Spielen 2004 zum Direktor befördert worden. Ende 2006 legte er ohne Angabe von Gründen sein Amt nieder.

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