Archivierter Artikel vom 13.01.2014, 11:20 Uhr

Urteil: Stiftung Warentest erleidet Niederlage im Schoko-Streit

München (dpa). Ritter Sport hat im Streit mit der Stiftung Warentest einen weiteren Sieg errungen. Das Landgericht München entschied, dass eine einstweilige Verfügung gegen die Prüfer weiterhin Bestand hat. Auslöser ist ein Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen.

Sieg für Ritter Sport
Es bleibt dabei: Stiftung Warentest darf Ritter Sport keine irreführende Kennzeichnung des Vanillearomas Piperonal vorwerfen.
Foto: Patrick Seeger – DPA

Ritter Sport hat sich gegen die Stiftung Warentest durchgesetzt. Das Urteil des Landgerichtes München vom Montag (13. Januar) bedeutet für die Prüfer: Sollten sie erneut behaupten, dass die Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport ein chemisch hergestelltes Vanillearoma enthalte, droht dem Urteil zufolge ein Ordnungsgeld von 250 000 Euro.

Auslöser des Streits ist ein Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen, den die Stiftung Warentest im November veröffentlich hatte. Darin hatten die Prüfer bemängelt, die Ritter Sport-Schokolade sei nicht natürlich hergestellt, da sie das Vanillearoma Piperonal enthalte, das chemisch hergestellt werde. Im Gesamturteil gaben sie der Tafel die Note fünf. Ritter Sport hatte klargestellt, dass das Aroma natürlich gewonnen worden sei und vor Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Aussagen der Stiftung Warentest erwirkt. Gegen diese einstweilige Verfügung hatte die Stiftung Warentest Einspruch eingelegt, mit dem sie nun gescheitert ist.

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Stellungnahme Stiftung Warentest