40.000
  • Startseite
  • » Unterschätzt: Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs
  • Aus unserem Archiv

    Unterschätzt: Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs

    Halle/Magdeburg (dpa) - Gegen Gebärmutterhalskrebs können sich junge Mädchen seit wenigen Jahren mit einer Impfung schützen. Aber diese wirksame Form der Vorbeugung wird bislang wenig genutzt. Jetzt soll verstärkte Aufklärung die Impfrate erhöhen.

    Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs
    Gegen Gebärmutterhals können sich junge Mädchen seit wenigen Jahren mit einer Impfung schützen. Aber diese Vorbeugung wird bislang wenig genutzt. (Bild: MICK TSIKAS/dpa)
    Foto: DPA

    Vorbeugen ist besser als heilen - besonders bei Krebs. Im Fall von Gebärmutterhalskrebs wird seit 2007 die Möglichkeit der vorbeugenden Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von der ständigen Impfkommission Deutschland empfohlen. Für Mädchen in diesem Alter übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Insgesamt sind drei Impfungen notwendig. Die Entwicklung des Impfstoffes basiert auf der Forschung des deutschen Mediziners Harald zur Hausen, der für seine Arbeiten über krebserregende humane Papillomviren im Jahr 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde.

    «Das Interesse an dieser Impfung in Deutschland ist erstaunlich gering», sagt der Vorsitzende des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt, Mathias Arnold. Er spricht von einer unterschätzten Chance. «Dabei ist das bislang die einzige Krebsart, bei der eine Impfung möglich ist und einen wirkungsvollen Schutz bietet», sagt Arnold. Im Durchschnitt liege die Impfrate in Deutschland bei 30 Prozent, wobei Sachsen-Anhalt laut «Deutscher Ärzte Zeitung» mit rund 26 Prozent neben Hessen (21 Prozent) und Brandenburg (20 Prozent) zu den Schlusslichtern gehört.

    «Die Impfung schützt vor einer andauernden Infektion mit den HPV Typen 16 und 18. Diese beiden Virus-Typen sind für fast Dreiviertel aller Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich», erläutert Arnold. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 6200 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1700 sterben daran. Rund zwei Drittel der Erkrankten sind jünger als 59 Jahre, 20 Prozent zwischen 15 und 39 Jahre alt.

    Der Grund für die bislang niedrige Impfrate sei hauptsächlich mangelnde Information. «Die Aufklärung über diese Impfung kostet Zeit und das bei vollen Arztpraxen», sagt die Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte Sachsen-Anhalt, Dörte Meisel. Meisel befürwortet auch die Impfung der Jungen, weil geimpfte Männer ihre Partnerinnen nicht mehr infizieren und auch selbst einen hohen Schutz gegen Krebs der Genital- und Analregion haben. «Ich habe meine Söhne geimpft», berichtet Meisel.

    Landesapothekerverband Sachsen-Anhalt

    Berufsverband der Frauenärzte Sachsen-Anhalt

    Anzeige
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onlinerin vom Dienst
    Regina Theunissen
    0261/892267 oder 0170/6322020
    Kontakt per Mail
    Fragen zum Abo: 0261/98362000

     

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Marius Reichert

    Mail | 0261/892 267

    Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Sonntag

    8°C - 14°C
    Montag

    10°C - 14°C
    Dienstag

    10°C - 15°C
    Mittwoch

    10°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!