Archivierter Artikel vom 08.02.2011, 12:22 Uhr

Unruhen in Ägypten: Reisen bis Ende Februar abgesagt

Hannover/Duisburg (dpa/tmn) – Keine Reisen mehr nach Ägypten und Tunesien in diesem Monat: Mehrere führende Reiseveranstalter haben am Dienstag (8.2.) weitere Touren in die beiden nordafrikanische Länder gestrichen.

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Ägypten-Reise
Für Ägypten gilt derzeit eine Teilreisewarnung – auch Alltours hat daher die Reisen in das Land bis Ende Februar abgesagt. (Bild: dpa)

Wegen der jüngsten Unruhen sagen sie ihren Gästen mit Buchungen jeweils bis Ende Februar ab. Betroffenen Touristen sollen nun Alternativangebote unterbreitet werden. Auch die Fristen für kostenlose Umbuchungen wurden bei mehreren Anbietern verlängert.

Für Reisen nach Ägypten gelten jetzt folgende Regelungen:

TUI, Thomas Cook und die Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) bieten bis 28. Februar keine Reisen in das Land am Nil mehr an. Damit sind jetzt auch Aufenthalte am Roten Meer in der zweiten Februarhälfte abgesagt, für die es bisher nur das Angebot kostenloser Stornos und Umbuchungen gab. Selbst wer diese Offerten ausschlagen wollte, kann jetzt also nicht mehr die Koffer packen. Zugleich können Ägypten-Urlauber mit Abflügen vom 1. März bis 12. April bei diesen Anbietern kostenlos auf andere Ziele umbuchen. Für die Osterferien gilt dies weiterhin nicht. Außerdem muss die Umbuchung noch im Februar vorgenommen werden.

Mit Alltours hat auch die Nummer vier auf dem Veranstaltermarkt alle Ägypten-Reisen bis Ende Februar am Dienstag abgesagt. Bereits gebuchte Aufenthalte im Land der Pyramiden können hier umgebucht werden, wenn sie bis zum 14. April geplant sind, teilte der Veranstalter in Duisburg mit. Bereits vorher hatten Anbieter wie FTI, Schauinsland Reisen und JT Touristik wegen der Unruhen in Ägypten beschlossen, bis Ende Februar keine Urlauber mehr dorthin zu bringen.

Für Ägypten gilt derzeit eine Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes. Sie umfasst Aufenthalte in Kairo, Alexandria und Suez. Von Reisen in andere Landesteile einschließlich der Tourismusgebiete am Roten Meer rät das Ministerium weiterhin «dringend» ab.

Für Reisen nach Tunesien gelten folgende Regeln:

Die TUI hat ihr Tunesien-Reiseprogramm nun bis zum 28. Februar gestrichen – bislang galt dies nur für Anreisen bis zum 15. Februar. Außerdem sind gebührenfreie Umbuchungen jetzt bis zum 14. April möglich, also ebenfalls bis kurz vor die Osterferien. Bei Thomas Cook sind alle Tunesien-Touren bis zum 27. Februar gestrichen. Kostenfreie Umbuchungen für den Zeitraum bis zum 14. April sind nur dann möglich, wenn sie ebenfalls bis zum 27. Februar vorgenommen werden, teilte das Unternehmen mit, zu dem unter anderem Neckermann Reisen gehört.

Nicht den kompletten Februar abgeschrieben haben in Tunesien bislang die Rewe-Pauschaltouristik und Alltours. Bei den Rewe-Marken gilt, dass alle Abreisen bis zum 18. Februar abgesagt sind, kostenlose Umbuchungen sind bis zum 14. April möglich. Von diesem Angebot werde rege Gebrauch gemacht, sagte ein Rewe-Sprecher. Umgebucht werde vor allem auf die Kanarischen Inseln, in die Türkei, nach Zypern und in die Dominikanische Republik. Alltours wiederum hat Tunesien bis zum 15. Februar aus dem Programm genommen, kostenfreie Umbuchungen sind auch hier bis 14. April möglich. An diesem Mittwoch wolle das Unternehmen entscheiden, ob eventuell weitere Touren nach Tunesien gestrichen werden, sagte Unternehmenssprecher Stefan Suska.

In Tunesien gelten nach den schweren Unruhen im Januar weiter der Ausnahmezustand und eine nächtliche Ausgangssperre von Mitternacht bis 4.00 Uhr, erläutert das Auswärtige Amt. Das Ministerium rät in einem Sicherheitshinweis von «nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Tunesien» derzeit ab.

Auswärtiges Amt zu Ägypten

Auswärtiges Amt zu Tunesien