Archivierter Artikel vom 20.07.2013, 11:55 Uhr

UEFA-Präsidentschaft für Niersbach nicht ausgeschlossen

Berlin (dpa). DFB-Präsident Wolfgang Niersbach schließt eine Kandidatur für den Posten des UEFA-Präsidenten nicht aus, sollte sein Freund und jetziger Amtsinhaber Michel Platini zum FIFA-Präsidenten gekürt werden.

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Freunde
Michel Platini (L) und Wolfgang Niersbach als Zuschauer beim Finale der Champions League. Tom Hevezi
Foto: Tom Hevezi – DPA

«Die Dinge müssen Schritt für Schritt gemacht werden. Ich denke, wir erhalten im September beim UEFA-Meeting in Dubrovnik Klarheit, wie wir uns in Richtung FIFA aufstellen und auch, was Michels Ambitionen angeht. Danach sieht man klar und kann klarer reden», sagte Niersbach in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung».

Niersbach war erst im Mai als Nachfolger von Theo Zwanziger in das UEFA-Exekutivkomitee eingezogen. In dem höchsten kontinentalen Fußball-Gremium gilt der 62-Jährige aufgrund seiner engen Bindung zu Platini als bestens vernetzt. «Es ehrt mich, wenn in diesem Zusammenhang mein Name fällt. Aber damit beschäftige ich mich derzeit keine Sekunde», sagte er zu den Präsidentschaftsspekulationen.

Der UEFA-Chefposten würde frei werden, wenn Platini 2015 zum Nachfolger von FIFA-Boss Joseph Blatter gekürt werden sollte. Bislang hat sich keine der Funktionärsgrößen öffentlich zur Bewerbung bekannt. Niersbach rechnet aber mit einer Kandidatur Platinis. «Ich sage eher Ja als Nein», meinte er.

Gleichzeitig erinnerte Niersbach daran, dass sich Blatter 2011 eigentlich schon festgelegt hatte, 2015 nicht mehr zu kandidieren. Diese Haltung hat der Schweizer mittlerweile revidiert. Am Mittwoch hatte der FIFA-Boss verkündet, beim Kongress des Weltverbandes 2014 in Sao Paulo endgültig zu entscheiden, ob er noch eine weitere Amtszeit in Angriff nehmen wolle.