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    Cottbus

    Turner Fahrig glänzt – Premiere für Nguyen

    Matthias Fahrig fasziniert die Cottbuser, Hambüchens «Kronprinz» Marcel Nguyen feiert den Durchbruch mit dem ersten Weltcup-Sieg: Die deutschen Turner haben die Abwesenheit von Europameister Fabian Hambüchen zu Siegen beim Weltcup in Cottbus genutzt.

    Boden-Sieger
    Marcel Nguyen bereitet sich in Cottbus auf seine Bodenübung vor.

    Vize-Europameister Fahrig beherrschte souverän die Sprung-Konkurrenz und gewann die Herzen der Lausitzer. Der 24-jährige Hallenser brachte seine beiden Sätze sauber in den Stand und verbuchte mit 16,112 Punkten der Höchstwert der Weltcup-Tage. Nach Marcel Nguyen am Boden und Oksana Chusovitina war es der dritte deutsche Sieg in Cottbus, was den DTB-Turnern zuletzt 1994 gelungen war.

    Glanzstück von Fahrigs Auftritt war der mit der Top-Schwierigkeit von 7,0 bedachte Dragulescu-Sprung, für den er 16,325 Zähler und Standing Ovations der knapp 2000 Zuschauer in der Lausitz- Arena erhielt. «Es hat mich riesig gefreut, dass ich das Ding so sauber hingesetzt habe», meinte Fahrig nach seinem insgesamt vierten Weltcupsieg strahlend. Damit ist er dem deutschen Vorturner Fabian Hambüchen (bisher sechs Weltcup-Siege) ein Stück näher gekommen.

    «Aber es war nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur EM, es gibt noch viel Arbeit. Und der zweite 7,0-Sprung ist in Planung», meinte der Publikums-Liebling, nachdem er den Rumänen Alin Jivan (15,787) und den Niederländer Jeffrey Wammes (15,437) klar in die Schranken gewiesen hatte und seine Ambitionen auf den EM-Titel Ende April in Birmingham unterstrich.

    Tags zuvor hatte Nguyen mit einer nahezu fehlerfreien Übung (15,275) die Boden-Konkurrenz beherrscht. «Das hat super Spaß gemacht. In der letzten Bahn habe ich noch eine Schraube weggelassen, aber ansonsten war es genau das, was ich mir vorgenommen hatte», sagte der 22-Jährige. Nguyen hatte sich schon im Vorjahr mit Top- Platzierungen in der Champions Trophy in die Rolle des deutschen Kronprinzen hinter Mehrkampf-König Hambüchen geschoben, der zuletzt 2008 die Boden-Konkurrenz in Cottbus gewonnen hatte. Fahrig hingegen patzte am Boden und musste mit Rang fünf zufrieden sein.

    Einen weiteren Sieg für die Deutschen verpasste Lokalmatador Philipp Boy, der sich als Vorkampf-Bester im Finale vor dem Abgang an der Stange wegrutschte und seine Landung nicht in den Stand brachte. «Das war super ärgerlich. Die Übung war okay, ich dachte, ich kann meinem Publikum endlich mal was zurückgeben», bedauerte Boy.

    Vom schwachen Teilnehmerfeld bei den Frauen profitierte die Olympia-Zweite Oksana Chusovitina. Trotz eines Sturzes beim zweiten Final-Sprung konnte sie ihren zehnten Weltcup-Sieg in Cottbus landen und somit ein gelungenes Comeback nach 16-monatiger Verletzungspause sowie drei Operationen an der Schulter und der Achillessehne feiern. «Ich hoffe, dass es das letzte Mal war, dass ich auf dem Hintern sitze. Aber am Ende habe ich Platz 1, also war es ein guter Wettkampf», sagte sie. Der Fehler unterlief der 34 Jahre alten Wahl- Kölnerin bei der Landung nach Tsukahara mit 1,5 Schrauben. Dennoch reichte es für die Ex-Usbekin im Schnitt beider Sprünge zum Jubiläums-Sieg in Cottbus mit 13,875 Punkten.

    Am Stufenbarren lieferte Olympia-Turnerin Marie-Sophie Hindermann aus Tübingen eine saubere Übung ab und durfte als Dritte das Siegerpodest besteigen. Am Balken ließ die 18-Jährige am Sonntag noch einen vierten Platz folgen.

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