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Sotschi

Trotz Quali-Aus: Turnier der Männer ein wenig deutsch

dpa

Die schmerzhafte Zuschauerrolle wollte sich Felix Schütz nicht antun. «Sotschi soll eine schöne Stadt sein, aber das muss dann doch nicht sein», seufzte der deutsche Stürmer. Olympia im eishockeyverrückten Russland, seit einigen Monaten Wahlheimat des Bayern, und er ist nicht dabei.

Olympia verpasst
Felix Schütz konnte sich mit dem DEB-Team nicht für die Spiele in Sotschi qualifizieren.
Foto: Thomas Eisenhuth – DPA

«Es tut weh», räumt er ein. Ihr Ticket für die Starparade am Schwarzen Meer hatten Schütz und seine Auswahlkollegen vor einem Jahr bei der Qualifikation verspielt. Ein bisschen «deutsch» ist das olympische Turnier der Männer aber trotzdem – Slowenen, Schiedsrichtern und Franz Reindl sei Dank.

Aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind zehn Athleten bei dem am 12. Februar beginnenden Männer-Turnier am Start, die größte Fraktion stellen die Slowenen mit sieben Profis. Dazu kommen die deutschen Schiedsrichter Lars Brüggemann und Daniel Piechaczek, die Crosby, Owetschkin, Sedin und Co. auf dem Eis zuschauen dürfen. Zudem sitzt im Disziplinarausschuss Franz Reindl, Olympia-Dritter von 1976 und schon lange Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).

Das war es dann aber auch schon bei den Männern – der Rest ist Enttäuschung, Häme und Spott. In der Kabine des ERC Ingolstadt musste sich etwa Thomas Greilinger von seinen slowenischen Sturmkollegen Ziga Jeglic und Robert Sabolic einiges anhören. «Sicherlich, wir haben darüber gesprochen und manchmal auch Witze gemacht», erzählt Jeglic. Während sich die Slowenen in Sotschi auf den Jahreshöhepunkt vorbereiteten, musste der deutsche Routinier mit dem Nationalteam ein Test-Turnier in Frankreich spielen. Der Sieg dort vor halbleeren Rängen war am Wochenende aber noch nicht mal ein kleiner Trost.

Felix Schütz blieb zumindest das erspart. Er hat während Olympia einen Urlaub mit seiner Freundin in Österreich geplant. «Ich werde die Zeit genießen und das eine oder andere Spiel im Fernsehen anschauen», kündigte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. «Es wird wehtun, zuzuschauen und zu denken: Da könntest du dabei sein.» Seit dieser Saison läuft Schütz im Fernen Osten Russlands für Admiral Wladiwostok in der KHL auf, und abgesehen von den extremen Entfernungen bei den Anreisen zu den Spielen fühlt er sich pudelwohl. «Ganz ehrlich – ich habs bisher nicht eine Sekunde bereut.»

Im Gegensatz zu Schütz weiß Top-Verteidiger Christian Ehrhoff noch gar nicht, ob er sich das Turnier mit Dutzenden seiner NHL-Kollegen überhaupt ansieht. «Jetzt wird das nochmal richtig in Erinnerung gerufen, dass wir uns nicht qualifiziert haben», sagte er der dpa.

Im Februar 2013 hatte er aus dem fernen Buffalo per Livestream am Computer miterlebt, wie seine Kollegen den nötigen Sieg in der regulären Spielzeit gegen Österreich verpassten – dafür dürfen nun die Österreicher mit dem Iserlohner Torhüter Mathias Lange in Sotschi unter anderem gegen Vancouver-Olympiasieger Kanada ran. «Da darfste gar nicht dran denken», sagte Ehrhoff. Sonne statt Sotschi, heißt es für den Abwehrspieler, der mit der Familie (Zwangs-)Urlaub in Florida und Jamaika macht.

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