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    Tröger glaubt an München: «Wir sind wieder dran»

    IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger traut München einen Sieg im Bewerbungsfinale um die Olympischen Winterspiele 2018 am 6. Juli in Durban/Südafrika zu.

    IOC-Ehrenmitglied
    Walther Tröger traut München einen Sieg im Bewerbungsfinale um die Winterspiele 2018 zu.
    Foto: DPA

    «Ich tippe schon auf München, glaube aber, dass es ein ganz enges Resultat zwischen München und Pyeongchang wird», sagte der 81-Jährige in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Dritter Bewerber ist Annecy (Frankreich).

    Allerdings weiß Tröger, von 1989 bis 2009 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dass es bei der Olympia-Vergabe nicht nur um die Qualität einer Bewerbung geht. «Wir sind mal wieder dran. Doch die alten Länder haben es im Moment schwer», sagte er. «Wenn man sieht, wie die Wintersportverbände sich neue Märkte suchen, im Osten oder Asien, dann weiß man, dass es Strömungen gibt, die nicht unbedingt alpenfreundlich sind.»

    Für München spreche unter anderen die hervorragende Abwicklung der alpinen Ski-WM in diesem Jahr. «Vor allem: Man weiß, dass Deutschland wie 1972 die Sommerspiele in einer angenehmen Atmosphäre veranstalten wird und die Athleten zu ihrem Recht kommen», meinte Tröger und räumte ein: «Bis 1988 habe ich alle Voraussagen richtig getroffen - und seitdem nicht mehr eine. Es wird viel aus dem Bauch entschieden, fair ist alles aber allemal.»

    Skandalöse Vorgänge wie bei der Vergabe der WM-Endrunde an Katar für 2022 durch den Fußball-Weltverband FIFA seien für ihn im IOC nicht denkbar. «Das, was bei der FIFA passiert ist und wohl auch durchgängig schon über Jahre gemacht worden ist, hat es im IOC nicht gegeben», sagte Tröger. «Selbst nicht beim Skandal um die Winterspiele von Salt Lake City 2002.»

    Dass Pyeongchang als Favorit gilt, hält er für Spekulation. «Das sehe ich nicht so. Die ganze Kaffeesatzleserei, dass mal die einen sagen, die Südkoreaner führen und die anderen, es führt München, ist doch absurd», meinte Tröger. «Da müsste man doch die IOC-Mitglieder fragen. Doch 80 Prozent von ihnen würden lügen, weil sie diese Frage nicht mögen.» Dafür ist für ihn der dritte Bewerber Annecy/Frankreich aus dem Rennen: «Ich glaube schon.»

    Als Bürgermeister des olympischen Dorfes von 1972 in München hat er das Attentat von Palästinensern auf die israelische Mannschaft miterlebt. Ist es eine Hypothek für München? «Die Sache ist eigentlich abgehakt. Aber, dass die Sache in den Köpfen des einen oder anderen eine Rolle spielen könnte, ist zumindest nicht zu leugnen», gab Tröger zu.

    Mutmaßungen, ein Erfolg von München 2018 könnten sich negativ auf die Chancen einer möglichen Kandidatur von Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, für das IOC-Präsidentamt auswirken, hält er für verfrüht. «Da gilt der Witz: Die einen sagen so, die anderen so. Die Präsidentenwahl ist zwei Jahre später, da kann so viel passieren», meinte Tröger. «Thomas Bach hat ja gezeigt, dass ihn das im Moment nicht interessiert und er mit vollem Einsatz hinter der Münchner Bewerbung steht.»

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