Archivierter Artikel vom 09.08.2010, 10:18 Uhr

Trittschall durch Parkettböden ist zumutbar

Brandenburg (dpa/tmn) – Ein Teppichboden darf gegen Parkett ausgetauscht werden, wenn dieser den Trittschallschutz-Niveau des Gebäudes entspricht. Das ergibt sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg (Aktenzeichen: 5 Wx 20/09).

Ein Parkettboden muss den Trittschallschutz gewährleisten, der dem ursprünglich festgelegten Schallschutzniveau des Gebäudes entspricht. Auf das Urteil weist die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin hin. Demnach darf ein Teppichboden gegen Parkett ausgetauscht werden.

In dem Fall hatte ein Eigentümer den Teppichboden in seiner Wohnung mit Parkettboden ersetzt. Der neu entstandene Trittschall störte den darunter wohnenden Nachbarn. Er forderte Abhilfe. Die Richter lehnten ab. Denn der Teppichboden sei nicht der Maßstab für den einzuhaltenden Trittschall. Dies sei vielmehr das in der DIN 4109 von 1989 festgelegte Maß, welches der neue Parkettboden nicht überschreite. Die akustische Beeinträchtigung sei also zumutbar, urteilten die Richter.