Archivierter Artikel vom 05.11.2013, 18:55 Uhr
Berlin

Transparency-Chefin: Hoeneß soll Ämter ruhen lassen

Die Vorsitzende von Transparency International Deutschland, Edda Müller, fordert nach der Zulassung der Anklage gegen Uli Hoeneß den vorläufigen Amtsverzicht des Bayern-Präsidenten.

Blickpunkt
Uli Hoeneß bekleidet beim FC Bayern höchste Ämter.
Foto: Peter Kneffel – DPA

«Der Sport – und auch ein wichtiger Sportfunktionär – sollte alles daran setzen, dass er nicht den Verdacht erweckt, dass jemand, der eine Steuerhinterziehung begangen hat, weiter im Amt bleibt», sagte Müller in der TV-Sendung «Das Duell bei n-tv». «Deshalb sage ich: Ja, er sollte seine Funktion solange ruhen lassen.»

Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II hatte die Anklage gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden des deutschen Fußball-Rekordmeisters aus München «unverändert» zugelassen. Der Aufsichtsrat des Clubs hatte sich daraufhin hinter Hoeneß gestellt und erklärt, dass dieser sein Amt «weiter ausüben soll».