40.000
  • Startseite
  • » Transferhammer: Benjamin Reiner kehrt nach Karbach zurück
  • Aus unserem Archiv

    Transferhammer: Benjamin Reiner kehrt nach Karbach zurück

    Kein Teaser vorhanden

    Ab dem 1. Juli streift Benjamin Reiner wieder das Trikot des FC Karbach über. Im März 2009 verließ er den Rheinlandligisten im Streit und heuerte beim Oberligisten Waldalgesheim an. Dort spielte Reiner in der Vorsaison kaum, auch weil er oft verletzt war. Im Sommer 2010 ging es zum TSV Emmelshausen, für den Karbacher Lokalrivalen hat Reiner in dieser Runde bereits 20 Tore markiert.
Foto: Verena Schmidt
    Ab dem 1. Juli streift Benjamin Reiner wieder das Trikot des FC Karbach über. Im März 2009 verließ er den Rheinlandligisten im Streit und heuerte beim Oberligisten Waldalgesheim an. Dort spielte Reiner in der Vorsaison kaum, auch weil er oft verletzt war. Im Sommer 2010 ging es zum TSV Emmelshausen, für den Karbacher Lokalrivalen hat Reiner in dieser Runde bereits 20 Tore markiert.
    Foto: Verena Schmidt

    Woher kommt der Sinneswandel bei Reiner? "Das habe ich damals eigentlich gar nicht so gemeint, dass ich unter Schmidt nicht mehr spielen würde", sagt der 22-Jährige heute. "Ich dachte, dass wir nicht mehr auf einen Nenner kommen würden. Es war aber absolut die richtige Entscheidung damals, den Verein zu verlassen."

    Reiner kam im Sommer 2007 von der A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern zum Hunsrücker FCK und war mit 23 Tore ein Garant für den Durchmarsch des frischgebackenen Bezirksligisten ins Verbandsoberhaus. Dort ballerte Reiner munter weiter: 9 Tore in 13 Spielen hatte er bis Mitte Oktober auf dem Konto, ehe er sich im Auswärtsspiel beim FV Engers einen Kreuzbandriss zuzog.

    Risse bekam damals auch die Beziehung Reiner und Schmidt. Neben dem Torjäger Benjamin standen seine Brüder Oliver und Jonas im Karbacher Team - und rebellierten Anfang März 2009 gegen Trainer Schmidt. Der Verein stellte sich hinter Schmidt und trennte sich vom Reiner-Trio. "Es ist eine Frechheit, dass man den Kapitän suspendiert, nur weil er seine Meinung sagt", polterte Benjamin Reiner damals. Heute sagt Reiner: "Ich war loyal meinen Brüdern gegenüber, mehr nicht."

    Nun zieht sich Reiner wieder das blau-weiße FC-Trikot an. "Das ist mein Heimatverein, das ist eine Herzensangelegenheit für mich", meint der Stürmer. In einem "Sechs-Augen-Gespräch" (O-Ton Schmidt) zwischen dem Trainer, dem Vorsitzenden Daniel Bernd und Reiner wurden die Probleme ausgeräumt. "Die Ansätze kamen natürlich aus seiner Richtung", sagt Schmidt, der keine Ressentiments gegenüber dem Stürmer hat: "Das wäre der falsche Weg, ich bin nicht nachtragend. Zwischen uns beiden ist alles geklärt. Was andere darüber nun denken, ist mir ziemlich egal."

    Auch die Karbacher Mannschaft wurde in die Entscheidung, Reiner zurückzuholen, einbezogen. "Die Spieler wurden gefragt, ob sie das akzeptieren würden", erzählt Schmidt. Die Antwort der FC-Kicker? "Das einhellige Credo war, dass er sich unterordnen muss. Dann kann er uns richtig weiterhelfen."

    Einen Freibrief stellt Schmidt seinem Rückkehrer aber nicht aus: "Bei uns ist der Wettbewerb, vor allem unter den Stürmern, größer als früher. Er muss diesen Wettkampf annehmen, das gilt auch für das Training." Vor allem in dieser Saison muss Reiner beim TSV Emmelshausen mit dem Ruf als trainingsfauler Spieler leben. "Völliger Quatsch", entgegnet Reiner. "Ich bin einer der wenigen, die immer auf Training sind, auch wenn ich nur laufen konnte. Ich habe immer alles dafür gemacht, dass ich spielen kann."

    Enttäuschte Emmelshausener

    Satte 20 Tore hat Reiner als Gegenleistung für Emmelshausen erbracht. Trotzdem sind die Verantwortlichen des TSV überrascht, sogar sauer, über seinen Weggang nach nur einer Saison. "Eigentlich kommentiere ich keine Wechsel, bei denen ich nachher erfahre, dass schon alles klar mit dem neuen Verein ist", sagt der Sportliche Leiter Karl Hartmann. "Ich hätte mir gewünscht, dass man sich anständig verhält und vorher sagt, dass man Gespräche mit anderen Klubs führt." Benjamin Reiners Konter auf Hartmanns Worte: "Ich habe nichts gegen den TSV und hoffe, dass ich auch weiterhin zu Karl Hartmann ein gutes Verhältnis habe. Aber wir haben Ende März und noch keiner von Emmelshausen hat mit den eigenen Spielern gesprochen. Da muss man sich nicht wundern, wenn einer weggeht."

    Karbachs Chef Daniel Bernd freut sich auf Reiner: "Die Signale kamen von ihm, wir haben uns schnell an einen Tisch gesetzt. Es ist doch klar, dass in der besten Hunsrücker Mannschaft der beste Hunsrücker Stürmer spielen sollte." Mit dem FC Karbach hat Benjamin Reiner jedenfalls große Ziele: "Wir haben nächste Saison eine Top-Mannschaft. Ich bin schon einmal mit dem FC Karbach aufgestiegen. Aber ein Aufstieg mit Karbach reicht mir nicht. Ich möchte gerne noch weiter hoch." Reiner ist neben Alex Singer (Biebertal) und Andy Herdt (Sohren) der dritte Neuzugang. Zwei weitere Spieler sollen noch kommen, sagt Bernd: "Wir wollen noch einen für die Abwehr und einen für das Mittelfeld."

    Von unserem Redakteur

    Michael Bongard

    Anzeige
    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Freitag

    10°C - 17°C
    Samstag

    10°C - 18°C
    Sonntag

    8°C - 14°C
    Montag

    10°C - 13°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!