Archivierter Artikel vom 22.02.2010, 21:58 Uhr
Whistler

Training im Viererbob nach Unfällen abgebrochen

Das Zusatztraining im Viererbob ist nach erneuten Stürzen auf der Olympia-Bahn in Whistler abgebrochen worden. Der Internationale Bob-Verband FIBT kündigte erneute bauliche Veränderungen an dem Hochgeschwindigkeitskurs an.

Einige gefährliche Kurven sollten entschärft werden, hieß es. Die Teams aus Kroatien und Lettland waren bei der freiwilligen Übungseinheit gestürzt. Die Crews blieben unverletzt.

Die deutschen Bobs von Zweier-Olympiasieger André Lange (Oberhof), Thomas Florschütz (Riesa) und Karl Angerer (Königssee) hatten am Tag nach der Zweier-Konkurrenz nicht an dem Trainingslauf teilgenommen. Lange hatte nach seinem vierten Gold-Coup weitere Nachbesserungen für das Rennen im großen Schlitten angemahnt. «Der Eisausbau für den großen Schlitten kann verbessert werden. Es muss darum gehen, dass wir im Falle eines Fehlers eine Knautschzone haben», sagte der Oberhofer.

Als Reaktion auf den tragischen Unfalltod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili waren die olympischen Rennen von deutlichen niedrigeren Starts begonnen worden. Im Training der Zweierbobs gab es dann aber eine regelrechte Sturzserie. Insgesamt 14 Crashs wurden in den Übungsläufen registriert. Das Olympia-Rennen verlief unter bereits verbesserten Eisbedingungen jedoch glimpflich.

Das erste offizielle Training der Viererbobs war für Dienstag angesetzt. Nach dem Schweizer Daniel Schmid sagte auch der Liechtensteiner Michael Klingler nach einem Sturz im Zweierbob seine Teilnahme am olympischen Vierer-Rennen ab.