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    Trainer Schmitt: Sensation für ostdeutschen Fußball

    Nach dem Aufstieg von Fußball-Drittligist FC Erzgebirge Aue in die 2. Bundesliga kannte der Jubel im Erzgebirge keine Grenzen. Trainer Rico Schmitt blieb aber auch in der Stunde des Erfolges realistisch. In einem Interview sprach er über das Erreichte und die Zukunft. «Es werden stürmische Tage kommen», betonte der Coach.

    Wie ist der Aufstieg des FC Erzgebirge Aue in die 2. Bundesliga einzuordnen?

    Schmitt: «Unser Aufstieg ist eine Sensation für den ostdeutschen Fußball. Wieder einmal hat ein kleiner Verein gezeigt, was möglich ist und sich gegen bedeutend höher einzuordnende Konkurrenz durchgesetzt. Wir sind vor Saisonbeginn bei der Zusammenstellung der Mannschaft ein Risiko eingangen. Wir haben den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und sportlichem Anspruch gewagt. Aber gerade die Qualität des Kaders hat vieles ausgeglichen.»

    Ist der Aufstieg Glück oder Ergebnis der täglichen Arbeit?

    Schmitt: «Ohne Arbeit gibt es keinen Erfolg. Es hat aber auch vieles gepasst. Über die Arbeit hinaus hat sich das Team gefunden, jeder hat jeden mitgerissen. Es war ein täglicher Kampf für alle. Nur so war es auch möglich, dass auch Spieler aus dem eigenen nachwuchs wie unser Siegtorschütze gegen Braunschweig, Pierre le Beau, sich durchsetzen konnten. Er hat ein Zeichen für viele andere talentierte Spieler gesetzt, was möglich ist.»

    Sie selbst haben noch keinen Vertrag für die 2. Bundesliga. Wann wird verhandelt?

    Schmitt: «Jetzt feiern wir zwei Tage und dann setzen wir uns in der kommenden Woche zusammen und beginnen mit den Planungen. Wichtig war in dieser Saison, dass wir uns als Trainerteam ebenso wie die Mannschaft zusammengerauft und gefunden haben. Ich rechne es meinem Co-Trainer Marco Kämpfe hoch an, dass er nach der vergangenen Saison beim FC Erzgebirge geblieben ist und mit mir gemeinsam einen Neustart versucht hat. Es war sicher am Anfang nicht immer einfach. Aber die Spieler haben irgendwann gemerkt, dass wir beide ein Team auf Augenhöhe sind. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.»

    Die 2. Bundesliga verlangt noch mehr Arbeit. Was erwarten Sie von der Zukunft?

    Schmitt: «Es werden stürmische Tage auf uns zukommen, darüber bin ich mir im Klaren. Es wird alles noch professioneller, es greifen andere Gesetzmäßigkeiten. Die Spieler bekommen mehr Geld, das gesamte Umfeld setzt andere Prämissen. Um zu bestehen, müssen wir im Verein als Team harmonieren.»

    Aufgeschrieben: Gerald Fritsche, dpa

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