Archivierter Artikel vom 21.07.2011, 10:22 Uhr

Teltower Rübchen im Hochsommer aussähen

Berlin (dpa/tmn). Schon jetzt wird es Zeit, für den Winter vorzusorgen, zumindest bei der Rübensaat. Ab Mitte Juli sät man die Herbst- und Wintersorten der Teltower Rübchen (Brassica rapa). Daran erinnert der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.

Teltower Rübchen
Regionale Spezialität: Die Herbst- und Wintersorten der Teltower Rübchen werden bereits ab Mitte Juli gesät. (Bild: ZB-Funkregio Ost)
Foto: DPA

Die ungewöhnlich kleinen Rübchen von nur zwei bis vier Zentimeter Durchmesser haben sich von einer fast vergessenen Sorte zu einer regionalen Spezialität gemausert: Offenbar sind die frostfesten Rüben auf das Klima und den Boden in der Gegend um Teltow bei Berlin angewiesen, anderswo wollen sie nicht so recht gedeihen. Zu Zeiten der DDR waren sie fast bedeutungslos geworden, nun erleben sie aber ihr Comeback.

Wer den Anbau in Berlin oder dem Rest der Republik probieren möchte, sollte in einem Reihenabstand von 25 Zentimeter alle 10 Zentimeter ein paar Samen in die Erde bringen, empfiehlt der BDG. Später werden nur die stärksten Pflanzen stehen gelassen und ab Mitte Oktober die Rüben geerntet. Ein relativ nährstoffarmer, lehmiger Sandboden verspricht gute Erfolgsaussichten.