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Whistler

Teichmann/Tscharnke: Silber-Duo mit Symbolkraft

dpa

Die Gegenwart ist rosig, die Zukunft verheißungsvoll. Die Silbermedaille von Axel Teichmann und Tim Tscharnke im Teamsprint der Langläufer hat große Symbolkraft. Mit Teichmann wurde der erfolgreichste deutsche Langläufer der Gegenwart endlich mit olympischem Edelmetall belohnt.

Zimmergenossen
Jungspund Tim Tscharnke (l) und der erfahrene Axel Teichmann strahlen mit ihren Medaillen.

Tscharnke verewigte sich als bislang jüngster olympischer Langlauf-Medaillengewinner in den Annalen und bewies eindrucksvoll, warum er als eine der größten Hoffnungen des Deutschen Skiverbandes (DSV) gilt.

Silber
Tim Tscharnke (l) und Axel Teichmann freuen sich über ihre starke Leistung.

Der 20-Jährige hatte sich nach seiner überraschenden Nominierung nur eines vorgenommen: «Ich wollte ausschließlich für Axel arbeiten. Ich habe in dieser Woche Abfahrten geübt und an der Intensitätsschraube gedreht», erzählte er. Anders als bei seinem frühen Aus in der Qualifikation zum olympischen Sprint wirkte er diesmal gelassener und überlegter. Aber auch nur, weil sein Freund, Zimmerkollege und Mentor Teichmann ihn noch a Vortag beruhigt hatte. «Er war total nervös und bekam nichts auf die Reihe. Ich habe ihm schon beim Training erklärt, wie er was anzugehen hat», berichtete Teichmann und lobte den Youngster: «Er hat mich heute mitgerissen. Deshalb durfte ich ihn nicht enttäuschen.»

Motivation
Beim Wechsel auf Axel Teichmann (l) feuert ihn Teamkollege Tim Tscharnke an.

Aber auch sich selbst wollte Teichmann etwas beweisen. «Eine olympische Medaille ist das Höchste, was man erreichen kann, wenn man zur Weltspitze gehört. Deshalb ist dieses Silber für mich wertvoller als die zwei WM-Titel», sagte der Thüringer. Wegen einer Erkältung wollte er den Teamsprint ursprünglich gar nicht laufen. «Meine Hauptrennen waren die 15 Kilometer und die Doppelverfolgung. Da ich den einen vergeigt hatte und beim anderen krank zusehen musste, kam halt dieses Rennen dran», sagte der 31-Jährige.

Kraftvoll
Oeystein Pettersen (l) wechselt auf Petter Northug.

Zuvor musste er jedoch wieder einmal die medizinische Abteilung bemühen. «Bis Freitag habe ich Antibiotika geschluckt und dann unzählige Akupunkturnadeln an den verschiedensten Körperregionen gespürt. Das war nicht immer schmerzfrei. Aber alle haben versucht, dass ich es doch noch packe», betonte Teichmann und dankte dem gesamten Team für die Unterstützung.

Tempo
In der Loipe gleitet Axel Teichmann eine Abfahrt hinunter.

Nun ist er auch bereit für den nächsten Coup. Schon am Mittwoch steht die Staffel-Entscheidung auf dem Programm. Da wollen die Deutschen noch einmal nach Edelmetall greifen. Die Konkurrenz ist allerdings groß. «Da kommen gleich sieben, acht Staffeln für die drei Podestplatzierungen infrage. Es muss alles passen. Motiviert sind wir auf jeden Fall», meinte Tobias Angerer (Vachendorf), der mit Silber in der Doppelverfolgung den Anstoß zur Medaillenjagd gegeben hatte. Nur zu gern würde das Quartett, zu dem noch René Sommerfeldt (Oberwiesenthal) und Jens Filbrich (Frankenhain) gehören, am Ende ganz oben stehen. Die Damen haben ihnen das ja schon im Teamsprint vorgemacht.

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