Archivierter Artikel vom 12.08.2010, 10:24 Uhr

Tagesgeld-Zinsen gleichen gerade mal Inflation aus

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Wer sein Geld auf einem Tagesgeld-Konto parkt, gleicht damit gerade mal die Inflation aus. Nur wer sich flexibel zeigt und den Anbieter häufig wechselt, hat im Endeffekt mehr im Portmonee.

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«Nur wer die Zinsangebote regelmäßig vergleicht und den Anbieter wechselt, kann sich über einen kleinen Geld-Zuwachs freuen», sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Der Mittelwert des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) lag in den vergangen zehn Jahren bei 2,79 Prozent. Der Euribor – er bezeichnet die durchschnittlichen Zinssätze, zu denen 57 europäische Banken sich untereinander Geld leihen – für drei Monate erreichte 2,98 Prozent und für sechs Monate 3,04 Prozent. Der Tagesgeldzins schaffte nach den Statistiken der FMH-Finanzberatung in diesem Zeitraum gerade mal 2,35 Prozent und Festgeld für drei Monate 2,34 Prozent und für sechs Monate 2,49 Prozent.

Die Zinsangebote der Banken an ihre Kunden lagen durchschnittlich immer unter den Leitzinsen oder dem Euribor. «Da können sich die Anleger über die aktuellen Tagesgeldangebote fast noch freuen, denn diese liegen im Schnitt beim Tagesgeld bei 1,08 Prozent und in der Spitze über 2 Prozent», sagt Herbst. Beim Festgeld für drei und sechs Monate sei man bereits unter die Leitzinsen gerutscht. Die Tendenz sei weiter leicht fallend und pendle sich wieder unter den Leitzinsen ein – so wie in den vergangenen 10 Jahren auch. Davon müsse der Sparer jetzt noch die aktuelle Inflationsrate von 1,1 Prozent abziehen – dann wisse er, was im Sparstrumpf übrig bleibt.

(Stand: 12. August 2010)