Berlin

Studie: Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

Die Gewalt gegen Polizisten nimmt zu. Das geht aus einer Studie hervor. Besonders betroffen sind Streifenbeamte – sie werden beleidigt, bedroht, gestoßen oder sogar geschlagen.

Berlin (dpa) – Die Gewalt gegen Polizisten nimmt zu. Das geht aus einer Studie hervor. Besonders betroffen sind Streifenbeamte – sie werden beleidigt, bedroht, gestoßen oder sogar geschlagen.

Das sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, zur Vorstellung eines Zwischenberichts. Grundlage der Studie ist die Online-Befragung von mehr als 20.000 Polizisten im Februar und März aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2009 beleidigt oder bedroht worden zu sein. Fast die Hälfte wurde gestoßen oder geschubst. Ein Viertel berichtete von Schlägen und Fußtritten. Mit einer Waffe oder einem anderen gefährlichen Gegenstand wurden mehr als 14 Prozent bedroht – fast 9 Prozent wurden damit tatsächlich auch angegriffen.

Die Innenminister von Bund und Länder beschäftigen sich am Donnerstag und Freitag in Hamburg mit dem Thema. Neben Schünemann wollen auch einige andere CDU-Politiker durchsetzen, dass Angriffe auf Polizisten härter bestraft werden.