Archivierter Artikel vom 18.07.2011, 08:38 Uhr

Steuer/Subschinski gewinnen WM-Bronze vom Turm

Shanghai (dpa). Die deutschen Wasserspringer eilen bei der Schwimm-WM von Erfolg zu Erfolg. Christin Steuer und Nora Subschinski haben in Shanghai mit ihrem dritten Platz die dritte DSV-Medaille gewonnen.

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Nora Subschinski (r) und Christine Steuer sprangen sich synchron zur Bronzemedaille.
Foto: DPA

Im Synchronspringen vom Turm freute sich das Duo aus Riesa und Berlin über Bronze. Der Titel ging wie erwartet an die Chinesinnen Wang Hao/Chen Ruolin. Für China war es im fünften WM-Wettbewerb die vierte Goldmedaille. Bisher haben die Gastgeber alle Sprung-Entscheidungen gewonnen. Rang zwei holten die Australierinnen Alexandra Croak/Melissa Wu, letztere eine gebürtige Chinesin.

Kurz nachdem die beiden Synchronsprung-Frauen aus dem WM-Becken von Shanghai gestiegen waren, fielen sie sich nach dem Blick auf die Anzeigetafel in die Arme. «Wir haben gleich angefangen zu weinen, beide», verriet Steuer. Zudem wurde in dieser Disziplin auch gleich der Quotenplatz für Olympia in London gebucht, schon der zweite in China.

Steuer und Subschinski warfen ihre Glückwunsch-Blumensträuße nach ihrer Medaillenfeier auf die Tribüne. Auch Fachspartenleiter Walter Alt kam aus dem Jubeln mit zwei schwarz-rot-goldenen Fahnen mit den Namenszügen «Tine» und «Nora» in den Händen fast nicht mehr heraus. Die Anspannung war abgefallen. In einem spannenden Wettkampf hatten die Medaillenkonkurrentinnen aus Großbritannien und der Ukraine im letzten Durchgang noch einmal mit schwereren Sprüngen angegriffen. Aber Steuer/Subschinski konnten kontern. «Es musste ein Ass kommen und das haben sie gemacht», lobte ein gelöster Buschkow.

Die Verbandstaktik, das Sprungprogramm der beiden umzustellen, hatte sich ausgezahlt. «Wir haben den Handstand rausgenommen, der war etwas wacklig, wenn der Wind so geht», sagte die 28-jährige Steuer nach ihrer zweiten WM-Medaille. Die 23 Jahre alte Subschinski wirkte nach der Siegerehrung schon wieder ziemlich cool. «Aber wir haben schon geweint.»