Archivierter Artikel vom 25.06.2010, 11:42 Uhr

Sterbehilfe: BGH stärkt Selbstbestimmungsrecht der Patienten

Karlsruhe (dpa). Mit einem Grundsatzurteil zur Sterbehilfe hat der Bundesgerichtshof das Selbstbestimmungsrecht von Patienten gestärkt. Ärzte dürfen demnach auch dann lebensverlängernde Maßnahmen abbrechen, wenn der unmittelbare Sterbevorgang noch nicht begonnen hat. Dem Urteil zufolge kommt es nicht darauf an, ob der Abbruch durch aktive Handlungen erfolgt, zum Beispiel, indem man einen Ernährungsschlauch entfernt. Auch bei bewusstlosen Patienten sei allein deren mutmaßlicher Wille entscheidend.