Archivierter Artikel vom 18.05.2013, 23:10 Uhr
Berlin

Steinbrück kritisiert Bayern-Festhalten an Hoeneß

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine Kritik an einem Festhalten des Bayern-Aufsichtsrats an Gremiumschef Uli Hoeneß wegen dessen Steueraffäre erneuert.

Peer Steinbrück
Peer Steinbrück kritisierte erneut den Bayern-Aufsichtsrat.
Foto: Hannibal – DPA

«Die Verhaltensregeln, die sich die Aufsichtsräte der an der Bayern-AG beteiligten Unternehmen gegeben haben, müssen auch beim Fußball-Unternehmen Bayern München gelten», sagte Steinbrück der «Bild am Sonntag». «Die Wirtschaftsmanager im Aufsichtsrat des FC Bayern müssten bei einem solchen Vorwurf ihr Mandat ruhen lassen und daher hätten sie das Angebot von Uli Hoeneß, sein Amt ruhen zu lassen, annehmen müssen.»

Der Aufsichtsrat der FC Bayern AG hatte vergangene Woche einstimmig beschlossen, Vereinspräsident Hoeneß trotz seiner Steueraffäre in seinen Ämtern zu belassen. Dafür hatten Spitzenpolitiker und Experten für saubere Unternehmensführung das Gremium hart kritisiert. Neben Hauptsponsor Telekom sitzen auch Vorstände von Volkswagen, Audi und Adidas im Aufsichtsrat der Münchner.