Archivierter Artikel vom 02.07.2010, 13:36 Uhr
Werne

Steigende Ozonwerte belasten Lungenkranke

Die aufgrund der Hitze steigenden Ozonwerte machen vielen Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen zu schaffen. Sie verlegen daher am besten alle Aktivitäten außer Haus auf die frühen Morgen- oder späteren Abendstunden.

Diesen Ratschlag geben die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne. Tagsüber sollten Lungenkranke sich vorwiegend drinnen aufhalten und zusätzliche Luftschadstoffe wie Raumsprays oder Zigarettenrauch unbedingt meiden. Auch vom Benzintanken sehen sie derzeit besser ab, weil dabei Abgase aus den Zapfhähnen aufsteigen und die Atemwegsbeschwerden erheblich verschlimmern können.

Ozon reizt die Atemwege direkt und führt zunächst zu trockenem Husten und Niesen. Als eine Art Gegenmaßnahme bildet der Körper dann vermehrt Schleim in den Atemwegen, um die eingeatmeten Schadstoffe wieder loszuwerden, erläutert die DGP. Mit der Zeit werde dieses körpereigene Reinigungssystem derart überlastet, dass immer mehr Schadstoffteilchen in den Atemwegen hängenbleiben und zu chronischen Entzündungen und Schwellungen führen. Bei Asthmatikern kann das zu akuter Atemnot oder sogar einem lebensgefährlichen Asthmaanfall führen.

Patienteninformationen: www.lungenaerzte-im-netz.de