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    Dresden

    Stadt lehnt Berufung von Dynamo-Geschäftsführer ab

    Die Führungskrise beim Fußball-Drittligisten SG Dynamo Dresden spitzt sich weiter zu und bringt nun auch die Vergabe der Lizenz für die kommende Saison in Gefahr.

    Die Stadt Dresden, vertreten durch die Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), lehnte die Berufung eines neuen Dynamo-Geschäftsführers ab. «Es ist für uns nicht nachvollziehbar, auf welcher Grundlage die Entscheidungen im Aufsichtsrat zustande gekommen sind und welche verbreiteten Informationen eigentlich wahr sind und welche nicht. Auch die Art und Weise, wie die Vereinsvertreter vergangene Woche versucht haben, Druck auf die Stadt und mich persönlich auszuüben, ist völlig inakzeptabel», sagte die Oberbürgermeister in einer Presseerklärung.

    Damit ist Dynamo vorübergehend handlungsunfähig und muss einen Notvorstand einsetzen. In einem Interview mit der «Sächsischen Zeitung» hatte der zuvor eingesetzte neue Aufsichtsratschef Ron Fischwasser bereits betont, dass dieser aber nicht Stefan Bohne heißen wird. Bohne war von seinem Amt als Geschäftsführer zurückgetreten, nachdem er vom Aufsichtsrat erfahren hatte, dass sein Ende Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Außerdem hatte er eine wiederholte Diskreditierung seines Namens und seiner Arbeit bemängelt. Als Begründung für die Nichtweiterbeschäftigung Bohnes hatte Fischwasser im Interview Vertrauensmissbrauch genannt.

    Um die Lizenz vom DFB zu bekommen, muss Dynamo bis 30. Juni einen neuen Geschäftsführer präsentieren. Für diesen Posten hatte der Aufsichtsrat den früheren Karlsruher Manager Rolf Dohmen bereits verpflichtet. Allerdings musste die Stadt Dresden die Personalie noch bestätigen. Dies war eine Bedingung für ein Millionen-Darlehen, welches Dresden dem Club im vergangenen Jahr gewährt hatte.

    «Die für die Vorgänge der vergangenen Woche verantwortlichen Personen sind nicht mehr im Amt oder haben ihren Rückzug angekündigt. Es fehlen die handlungsfähigen Ansprechpartner und Gremien im Verein. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist derzeit nicht möglich und den Glauben in die Richtigkeit der Aussagen des Vereins haben wir leider verloren. Unter diesen gegebenen Umständen wird es bei einem klaren Nein bleiben. Für die Landeshauptstadt Dresden ist es in der momentanen Situation nicht abschätzbar, welche Auswirkungen sich aus der Neuberufung eines Hauptgeschäftsführers ergeben», betonte Orosz.

    Eine Auswirkung auf den sportlichen Bereich hat das Fehlen eines Geschäftsführers in jedem Fall. Momentan ist niemand da, der Vertragsgespräche mit möglichen Neuverpflichtungen führen und Verträge mit Spielern abschließen kann. Dynamo will am kommenden Montag die Vorbereitungen auf die neue Saison beginnen.

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