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München

Staatskanzleichef: Ohne Garmisch kein Olympia

dpa

Am Fuß der Zugspitze wird womöglich über das Schicksal der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 entschieden.

Die Grundstückseigentümer von Garmisch-Partenkirchen wollen in den kommenden Tagen befinden, ob sie ihr Land vorübergehend für die olympische Nutzung hergeben. Staatskanzleichef Siegfried Schneider appellierte in der «Süddeutschen Zeitung» an die Landwirte der Marktgemeinde, ihre Grundstücke freizugeben.

«Ich muss es so deutlich sagen, ohne Garmisch wird es kein Olympia geben können», sagte der CSU-Politiker. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Bauern – sie sollen ihre Unterschrift unter einen 16-seitigen Vertrag setzen, der die Übernahme der Grundstücke durch die Bewerbungsgesellschaft regelt.

Für die Zeit vom 1. April 2016 bis zum 31. Juli 2018 sollen die Grundstückseigentümer 50 Cent bis 1,50 Euro pro Quadratmeter Land und Jahr bekommen. Dazu kommt ein sogenannter Nutzungsausfall. In Garmisch-Partenkirchen sollen nach dem Willen der Gesellschaft bei einem Erfolg die alpinen Skirennen ausgetragen werden.

«Die Bauern können sich darauf verlassen, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe verhandeln», versicherte Schneider, «Olympia ist auch eine riesengroße Chance für Garmisch-Partenkirchen». Die Gemeinde Oberammergau, wo Biathlon und Langlauf stattfinden sollten, hat die Chance nicht genutzt. Eine Bürgerinitiative des Passionsspielortes entschied gegen Olympia. Daraufhin strich die Bewerbungsgesellschaft den Ort aus ihrem Sportstättenkonzept.

Im Umgang mit den Bauern räumte Schneider Versäumnisse ein. «Die Gemeinde und die Bewerbungsgesellschaft haben zu spät mit den Grundstückseigentümern gesprochen. Das war ein Fehler», sagte der Staatskanzleichef. Immer mehr Kritik wird an Bürgermeister Thomas Schmid geübt. «Wir erfahren von unserem Bürgermeister überhaupt nichts», klagte die SPD-Ortsvorsitzende Sigrid Meierhofer in der «SZ». Der Bund für Naturschutz beklagte kürzlich, der Umgang der Bewerbungsgesellschaft mit den Betroffenen werde als «äußerst arrogant» empfunden.

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