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Spritze von der Assistentin ist kein Behandlungsfehler

Berlin/Dresden (dpa/tmn) – Wird einem Patienten ein radioaktives Mittel von der Medizinisch-Technischen Assistentin (MTA) gespritzt, ist das nicht automatisch ein Behandlungsfehler.

Ein Arzt darf Aufgaben, die nicht zu schwierig oder gefährlich sind, seinem Fachpersonal übertragen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin. Sie verweist dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden (Az.: 4 U 1857/07).

In dem Fall ließ sich eine Patienten beim Radiologen ihre Schilddrüse untersuchen. Dafür spritzt ihr die MTA ein radioaktives Mittel in die Vene. Darauf begann die Stelle stark zu bluten, der Ellbogen schwoll an und schmerzte heftig. Außerdem erlitt die Patientin eine Nervenläsion, eine schwerwiegende und schmerzhafte Störung des Mittelarmnervs. Sie verklagte die Ärzte, weil die Assistentin nicht über die notwendige Qualifikation zum Spritzen des Mittels verfügt habe. Diese schwierige Aufgabe sei Ärzten vorbehalten.

Die Richter sahen das anders und wiesen ihre Klage ab. Die Tätigkeit sei nicht so schwierig, dass sie ein Arzt nur selbst ausführen könne. Laut einem Sachverständigen seien die Risiken mit einer normalen Blutentnahme vergleichbar. Und bei einer Spritze in die Vene könne nie ausgeschlossen werden, dass der Mittelarmnerv irritiert wird.

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