Archivierter Artikel vom 24.06.2011, 11:22 Uhr

Spraydosen nie in die Sonne legen

Dortmund (dpa/tmn). Unkrautbekämpfungsmittel, Insektizide, Holzschutzmittel und andere Chemikalien in Spraydosen sollten kühl gelagert werden. Bei hohen Temperaturen können die Dosen explodieren – etwa in einem aufgeheizten Auto.

Die Dosen dürfen nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein, warnt Torsten Wolf, Experte für Gefahrstoffe bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Temperaturen über 50 Grad sind unbedingt zu vermeiden.

Spraydosen enthalten Treibmittel. Sie sorgen dafür, dass sich der Inhalt bei Knopfdruck gleichmäßig auf einer Fläche Spraydose nie in die Sonne legenoder im Raum verteilt. Heute werden vorrangig brennbare Flüssiggase als Treibmittel eingesetzt. Hohe Temperaturen verursachen einen Druckanstieg im Innern des Behälters, so dass er zerbersten kann und die brennbaren Gase in großer Menge unkontrolliert freisetzt. Sprays dürfen außerdem nie in der Nähe einer offenen Flamme oder Hitzequelle eingesetzt werden.

Unter dem Gesichtspunkt der Entzündungsgefahr sind Sprays mit Pumpzerstäubern, die aus Konzentraten selbst angemischt werden, eine Alternative, solange sie kein brennbares Lösungsmittel enthalten. Gefahrstoffexperte Wolf weist jedoch darauf hin, dass sie während der Anmischphase das Risiko einer höheren Hautbelastung bergen.