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Berlin

Sport-Sponsoren starten Kampagne gegen Doping

dpa

Mit Bandenwerbung in mehreren Stadien der Fußball-Bundesliga engagieren sich Sport-Sponsoren an diesem Wochenende öffentlich gegen Doping.

Zur Kampagne der Sponsorengruppe S20, die in Berlin vorgestellt wurde, gehören auch Anzeigen in Stadion- und Fanzeitschriften sowie in unternehmenseigenen Publikationen und Lifestyle-Magazinen. Unter dem Slogan «Mit Doping ist alles umsonst» wird unter anderem in der Münchner Allianz-Arena für einen dopingfreien Sport geworben. Ein Sponsor stellt dafür seine Werbeflächen zur Verfügung.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) begrüßte die Initiative. «Es ist wichtig, dass der Schulterschluss mit der Wirtschaft gelungen ist. Solche Medienpräsenz hätte die NADA aus eigener Kraft nicht hingekriegt», sagte Geschäftsführer Göttrik Wewer. Die NADA ist neben dem Bundesinnenministerium, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Sponsorengruppe Teil der «Initiative Sportstandort Deutschland».

Erreicht werden sollen mit der Kampagne an den kommenden drei Bundesliga-Spieltagen etwa 225 000 Zuschauer in den Stadien und insgesamt rund elf Millionen Menschen. Wewer warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen: «Wir werden nicht sämtliche Dopingprobleme dieser Welt lösen.» Staatssekretär Christoph Bergner vom Bundesinnenministerium nannte die Kampagne gelungen: «Sie spricht die Sprache der jungen Menschen und wird viele junge Menschen erreichen.»

S20-Vorstand Dirk Huefnagels räumte ein, es habe innerhalb der Sponsorengruppe eine heftige Diskussion gegeben, inwieweit man sich gegen Doping engagieren soll. Die Glaubwürdigkeit des Sports sei jedoch erschüttert. «Wir müssen uns diesem Thema widmen, denn unsere Plattform, in die wir Geld investieren, ist beschädigt», sagte Huefnagels. Er zeigte verwundert, dass es in vielen Sponsorenverträgen noch keine Anti-Doping-Klauseln gebe. Seien solche Klauseln aber vorhanden, reichen die Sanktionen von einer «Geld- Zurück-Garantie» bis hin zu einem sofortigen Ausstieg. Huefnagels lud den Dopingopferhilfe-Verein ein, sich an künftigen Maßnahmen zu beteiligen.

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