Archivierter Artikel vom 07.05.2014, 17:50 Uhr
Berlin

Sportausschuss bestätigt Etat

Es bleibt bei der geplanten Halbierung der Bundes-Mittel für den traditionellen Schulsport-Wettbewerb «Jugend trainiert für Olympia». Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages lehnte am Mittwoch in Berlin mit den Stimmen der Regierungsparteien die Anträge von Grünen und Linke ab, die geplante Mittelreduzierung in Höhe von 350 000 Euro zurückzunehmen. Somit wurde der vom Bundesinnenministerium vorgelegte Sportetat-Ansatz mit einer Steigerung um acht Millionen auf 139,5 Millionen Euro für 2014 bestätigt.

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«Der Schulsport-Wettbewerb steht nicht vor dem Aus. Breitensport und Schulsport sind nun mal Ländersache. Es macht Sinn, dass sich der Staat auf seine eigentlichen Aufgaben der Sportförderung konzentriert», sagte die Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag (SPD).

Ganz anders sieht es Özcan Mutlu von den Grünen. «Es wurde keine Begründung gegeben, warum das Geld für den Schul-Wettbewerb so drastisch gekürzt wird. Das ist eine Kannibalisierung des Sports, dass man nun die Länder in die Pflicht nimmt und versucht, die verschiedenen Seiten gegeneinander auszuspielen», sagte der Grünen-Sprecher. Für das Jahr 2015 sollen die weitergehenden Planungen des BMI, die Mittel für «Jugend trainiert» ganz zu streichen, neu diskutiert werden.

Gerhard Böhn, Abteilungsleiter Sport im BMI, verwies darauf, dass sein Ministerium schon 2012 Pläne erläuterte hatte, die Zuschüsse zu kürzen. Ihm sei wichtig, dass der Bund mit dem neuen Etat die Finanzierung der Natioanlen Anti-Doping-Agentur NADA mit einer Million mehr fördert und auch für den Leistungssport (3,4 Millionen), den Behindertensport (1 Million) sowie das Sportgeräte-Intitut FES und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (zusammen 1 Million) in diesem Jahr mehr Geld zur Verfügung steht.