Archivierter Artikel vom 06.12.2011, 13:25 Uhr

Sport und Verzicht auf Fleisch hilft Gichtpatienten

Bonn (dpa/tmn). Menschen mit Gicht sollten möglichst auf Fleisch, Fisch und Fleischbrühe verzichten. Außerdem können sie ihre Beschwerden lindern, indem sie täglich mindestens zwei Liter trinken, rät Prof. Stefan Schewe von der Deutschen Rheuma-Liga in Bonn.

Tipps für Gichtpatienten: Alkohol ist tabu. Statt zu Fleisch können sie zu Gemüse, Obst, Reis, Kartoffeln oder Nudeln greifen. Täglich mindestens zwei Liter trinken sei ebenfalls ratsam. Auch Milch und Milchprodukte seien ideal, da diese den Harnsäurespiegel senken. Diesen Effekt habe auch Sport – daher sollten sich Betroffene regelmäßig bewegen, erklärt Prof. Stefan Schewe von der Deutschen Rheuma-Liga in Bonn.

Gicht ist laut Schewe eine Stoffwechselerkrankung, bei der zu viel Harnsäure im Blut gebildet und nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden wird. Harnsäuresalz-Kristalle setzen sich in Gelenken oder Nieren fest. Dies führe zu arthritisähnlichen Schmerzen, langfristig könnten Knochen zerstört oder Gelenke deformiert werden.

Medikamente verringern die Harnsäurebildung im Blut oder unterstützen die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Rund zwei Prozent der Menschen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie in Deutschland an Gicht erkrankt.

Expertenforum Deutsche Rheuma-Liga

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