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Major League Baseball

Spionageskandal in der MLB: Millionen-Dollar-Strafe

Die Major League Baseball wird von einem Spionageskandal um den ehemaligen Champion Houston Astros erschüttert.

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Houston Astros
Das Logo der Houston Astros an einer Wand im Stadion-Außenfeld.
Foto: Matt Slocum/AP/dpa

Der Club wurde am 13. Januar zu einer Strafe von fünf Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro, verurteilt. Cheftrainer AJ Hinch and Generalmanager Jeff Luhnow wurden je eine Saison gesperrt. Die Astros-Verantwortlichen reagierten nach der Urteilsverkündung mit der Beurlaubung der beiden.

Auf neun Seiten erörterte MLB-Chef Rob Manfred das Vergehen und die Strafen. Mit den fünf Millionen schöpfte die Liga das Höchstmaß aus. Wie Manfred einleitend erklärte, hatte zunächst das Magazin „The Athletic“ im November über den gravierenden Regelverstoß berichtet.

Die Astros haben demnach eine Kamera genutzt, um unter anderem in ihrer Meistersaison unerlaubterweise Signale von gegnerischen Catchern (Fängern) aufgezeichnet und entschlüsselt zu haben. Der Einsatz technologischer Mittel ist dabei strengstens untersagt.

Es sei unmöglich festzustellen, ob der Einsatz tatsächlich Einfluss auf den Spielausgang gehabt habe, aber allein die Tatsache, dass es gemacht worden sei, verletze maßgeblich das Spiel, betonte Manfred.

Astros-Besitzer Jim Crane erklärte bei einer Pressekonferenz in Houston, dass er für die Stadt und den Verein noch höhere Maßstäbe anlege und deswegen über die Strafen der MLB hinausgehe. „Wir müssen mit einer weißen Westen wieder beginnen“, sagte er.

Statement MLB-Chef

Reaktionen Astros-Boss