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    Berlin

    Sparen lohnt sich – Am 28. Oktober ist Weltspartag

    Ohne eigenen Einsatz geht es nicht: Nur wer über die Jahre hinweg regelmäßig Geld beiseite legt, kann ein Vermögen aufbauen. Dieses Bewusstsein will der Weltspartag seit 1925 schärfen. In der Schuldenkrise hat das Anliegen besondere Bedeutung.

    Am 28. Oktober ist Weltspartag
    Eines ist auch ohne Weltspartag klar: Der Sparstrumpf bringt wenig Rendite. (Bild: Bodo Marks/dpa/tmn)
    Foto: DPA

    Schuldenkrise, schwacher Euro, drohende Rezession: Die Nachrichten aus der Finanzwelt sind derzeit schlecht. Dennoch bleiben die Bundesbürger optimistisch. Die Mehrheit der Verbraucher (rund 55 Prozent) rechnet nicht damit, dass sich ihre finanzielle Situation verschlechtert, wie aus dem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hervorgeht, das in Berlin vorgestellt wurde. Jeder vierte Anleger (circa 25 Prozent) geht demnach sogar davon aus, dass es in den kommenden zwei Jahren mit den persönlichen Finanzen aufwärts geht.

    Dieses Gefühl scheint auf einem sicheren Fundament zu stehen, denn die Deutschen legen tatsächlich mehr Geld auf die hohe Kante. Laut dem Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) stieg die Sparquote - also das Verhältnis von Sparsumme und verfügbarem Einkommen - im vergangenen Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent. Im Jahr 2009 war sie um 0,6 Prozentpunkte gesunken.

    Mit dieser Strategie lagen die deutschen Anleger offenbar nicht ganz falsch. Denn das Geldvermögen hat laut BVR im vergangenen Jahr deutlich zugenommen: Es wuchs um 212 Milliarden Euro (4,8 Prozent) auf 4639 Milliarden Euro. Damit verfügte jeder private Haushalt im Durchschnitt über ein Geldvermögen von rund 115 400 Euro. Diesem Vermögen stand eine durchschnittliche Verschuldung pro Haushalt von 38 200 Euro gegenüber.

    Damit scheinen die deutschen Anleger das Anliegen des Weltspartages verinnerlicht zu haben. Denn mit diesem Tag soll den Verbrauchern nahegelegt werden, langfristig Vorsorge zu treffen und finanzielle Rücklagen zu bilden.

    Seinen Ursprung hat der Weltspartag in den 20er Jahren. Vor dem Hintergrund von Inflation und Vertrauensverlust sollte den Bürgern vermittelt werden, dass eigene Vorsorge notwendig ist und zu einem höheren Lebensstandard beitragen kann. Am 31. Oktober 1925 wurde der erste Weltspartag ausgerufen. In Deutschland findet er seitdem jedes Jahr am letzten Werktag vor diesem Termin statt - in diesem Jahr am 28. Oktober.

    «Inzwischen hat sich aber eine gewisse Routine eingeschlichen», findet Martin Weber, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. «Eigentlich müsste der Tag 'Wie-spare-ich-richtig-Tag' heißen.» Denn nach wie vor tappen Anleger in Fallen. So geben sie sich zuweilen mit schlechten Zinsen zufrieden oder reagieren mitunter zu hektisch auf wirtschaftliche Entwicklungen.

    Gestützt werden diese Thesen vom Vermögensbarometer des DSGV. Danach wollen 97 Prozent der Verbraucher, dass ihr Geld sicher angelegt ist. Kein Wunder also, dass das Sparbuch nach wie vor ein relativ hohes Ansehen genießt. Rund 27 Prozent der Anleger sehen es als gute Wahl beim Vermögensaufbau an.

    Fest- oder Termingelder favorisieren 22 Prozent. Weit weniger beliebt sind Aktien, Fonds oder Anleihen, die jeweils von gut 10 Prozent der Anleger geschätzt werden. Dennoch legen 77 Prozent der befragten Verbraucher Wert auf einen guten Ertrag ihres Investments. «Man aber nicht vergessen: Keine Rendite ohne Risiko», sagt Prof. Weber.

    Generell sollten Verbraucher beim Sparen auf den richtigen Mix achten, empfiehlt der Bankenexperte. So sollte nicht das ganze Vermögen in eine einzige Anlage gesteckt, sondern über verschiedene Formen verteilt werden - etwa Aktien weltweit, Renten, Rohstoffe und Immobilien. «Außerdem sollten Kunden bei den Produkten immer ein Auge auf die Kosten werfen.» Denn hohe Gebühren schmälerten die Rendite.

    Am wichtigsten sei es jedoch, Ruhe zu bewahren, findet Weber. Denn auch wenn es derzeit mitunter heftige Kursausschläge an den Börsen gibt, sollten sie ihre Aktien oder Fonds nicht gleich verkaufen. «Damit verschenkt man eine mögliche Rendite.»

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