Archivierter Artikel vom 07.06.2020, 20:21 Uhr

Starcraft-2-Turnier

soO gewinnt koreanisches Finale der TeamLiquid StarLeague 5

Das Vakuum der turnierfreien Corona-Zeit hatte TeamLiquid für eine neue Saison seiner Starcraft-Liga genutzt. Nach einer für westliche Spieler vielversprechenden Vorrunde waren am Ende erneut zwei Koreaner im Finale.

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soO
Für soO ist der Sieg bei der TSL5 der zweite internationale Titel nach der IEM Katowice 2019.
Foto: Carlton Beener/Blizzard Entertainment/dpa

Utrecht (dpa). Der koreanische Zerg-Spieler Eo „soO“ Yun-su ist Meister der TeamLiquid StarLeague 5 in Starcraft 2. Der 27-Jährige besiegte im Finale seinen Landsmann Lee „INnoVation“ Shin Hyung mit 4:3.

„Als ich zuerst von TSL5 gehört habe, dachte ich nicht, dass das mein Turnier werden würde. Es fühlt sich sehr gut an, es tatsächlich gewonnen zu haben“, sagte soO laut Übersetzung um Stream von TeamLiquid. „Ich habe endlich den Spieler geschlagen, den ich immer schlagen wollte.“ Das Finale sei das schwierigste Spiel des Turniers gewesen.

Im entscheidenden siebten Spiel des Finales versuchte der Terraner-Spieler INnoVation mit zwei in der Mitte der Karte platzierten Kasernen früh Druck auszuüben. soO konterte mit einer großen Zahl an Zerglingen und drückte damit seinerseits in die gegnerische Basis. Damit erarbeitete er sich einen Arbeiter-Vorteil, den er für weiteren Druck mit Roaches nutzte, von dem sich INnoVation nicht erholte.

soO war über das Upper Bracket ins Finale gekommen, in dem er unter anderem Juan Carlos „SpeCial“ Tena Lopez und Mikołaj „Elazer“ Ogonowski besiegte. In Runde zwei traf er außerdem bereits auf seinen späteren Finalgegner INnoVation, den er mit 3:2 besiegte.

TSL5 war das vorerst vorletzte Turnier für soO. Nach der kommenden Saison der koreanischen Liga GSL werde er in den für alle Koreaner verpflichtenden Militärdienst eintreten, sagte er der Übersetzung im Stream zufolge.

Bester Deutscher war Gabriel „HeRoMaRinE“ Segat, der in der dritten Runde der Lower Bracket ausschied und damit auf dem neunten Platz landete. Zuvor hatte er Vizeweltmeister Riccardo „Renyor“ Romiti mit 3:1 geschlagen.