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Snowboard-Präsident Hölz kritisiert Olympia-Vergabe an China

Der Präsident von Snowboard Germany, Hanns Michael Hölz, hat die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking kritisiert und wünscht sich für die Zukunft eine Ausrichtung des Superevents in Deutschland.

Michael Hölz
Der Präsident von Snowboard Germany, Hanns Michael Hölz spricht bei einer Pressekonferenz von Snowboard Germany.
Foto: Angelika Warmuth/dpa

Es bräuchte eine „neue Art der Entscheidungsfindung“ in den Gremien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Ski-Weltverbands (FIS), sagte Hölz bei der Einkleidung der deutschen Snowboarderinnen und Snowboarder für die neue Saison in Schwäbisch Hall. „Wir können nach den Erfahrungen, die wir mit der Pandemie, mit Menschenrechten, mit autokratischen Systemen und Gigantismus gemacht haben, nicht einfach so darüber hinweggehen und weitermachen.“

Er hätte sich gewünscht, dass die Spiele im Februar in Deutschland stattgefunden hätten, sagte Hölz. „Deutschland hätte nicht nur Sommer-, sondern auch Winterspiele verdient“, sagte Hölz. „Hier gibt es bestehende Anlagen, die man nutzen könnte. Und auch das Thema Nachhaltigkeit ist ein wichtiges. Wenn man immer wieder alles neu hinstellt, ist es vielleicht schön für die Sportler.“ Besser wäre es aber, „aus etwas Bestehendem etwas Geiles zu entwickeln“, betonte er. „Das Länderdreieck Deutschland, Österreich, Schweiz bietet alle Möglichkeiten. Warum finden wir hier in Europa nicht zusammen?“

© dpa-infocom, dpa:211108-99-915896/3

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