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    Lake Placid

    Skeleton-Weltmeisterin Thees peilt WM-Gold an

    Weltmeisterin Marion Thees ist abseits des Eiskanals ein zurückhaltender Mensch. In der Bahn lässt die Skeletonpilotin es aber gewaltig krachen. Das will sie auch am Donnerstag beim WM-Start in Lake Placid unter beweis stellen.

    Optimistisch
    Die deutsche Skeleton-Pilotin Marion Thees ist in Form und peilt bei der WM in Lake Placid Gold an.
    Foto: Tobias Hase – DPA

    Bei ihrem zweiten WM-Sieg im Vorjahr in Königssee schrieb sie Skeleton-Geschichte, als sie kopfüber schneller war als ihr männliches Pendant Martins Dukurs. Die Diplomsportwissenschaftlerin beschleunigte auf 106,13 Stundenkilometer und düpierte damit den lettischen Weltmeister (105,44). «Beim Autofahren ist sie ganz sicher langsamer», versichert ihr Ehemann Martin Thees.

    Auch beim ersten Auftritt in Lake Placid im Teamwettbewerb deutete die Sportsoldatin vom BRC Friedrichroda am Sonntag ihr Speedpotenzial an. Mit 118,15 Stundenkilometern war sie deutlich schneller als die Mitfavoriten Katie Uhlaender (USA/117,57), Mellisa Hollingsworth (Kanada/116,29) sowie die britische Europameisterin Shelley Rudman (114,60) oder die Berchtesgadenerin Anja Huber (113,61).

    «Fahrerisch bin ich in Form, mein Ziel ist auf jeden Fall eine Medaille», meinte die Titelverteidigerin, die 2009 am Mount van Hoevenberg ihren ersten WM-Titel gewonnen hatte. Damals fuhr der bekennende Borussia-Dortmund-Fan in drei von vier Läufen Bestzeit, stellte im ersten Lauf einen Bahnrekord (55,45 Sekunden) auf und hatte mit 119,33 Stundenkilometern die größte Höchstgeschwindigkeit. Am Start hat sie allerdings fast immer drei bis vier Zehntelsekunden Rückstand auf die Weltspitze.

    Bundestrainer Jens Müller schickt seine Athletinnen nicht mit der Forderung nach einem Titel ins Rennen. «Wir haben mit Marion, Anja und auch Katharina Heinz ein gutes Gesamtpaket am Start und wollen um die Medaillen mitkämpfen. Da spielt aber auch Tagesform, die Startnummer und vor allem das Wetter eine Rolle», meinte der Ilmenauer.

    Mit der Witterung hat Anja Huber diese Saison schlechte Erfahrungen gemacht. «Sechs von acht Rennen in diesem Winter waren im Schnee, da hat es auch mich leider ein bissl verschneit. Zudem war mit dem Ausschieben aus der Startspur in Winterberg meine Saison frühzeitig versaut. Vielleicht kommt ja jetzt noch ein Monsunregen dazu», scherzte die Weltmeisterin von 2008 und betonte zugleich: «Ich will mich auf die Bahn einschießen. Die Abstimmung am Gerät stimmt, jetzt hoffe ich, dass ich das Ganze noch ein wenig diffiziler zusammenfügen kann und am Ende etwas Ordentliches herauskommt.»

    Bei den Männern ruhen die Hoffnungen vor allem auf Routinier Frank Rommel aus Zella-Mehlis, der im Gesamtweltcup Zweiter wurde. Zudem schaffte er es in Königssee als einziger in diesem Winter den überragenden Letten Martins Dukurs zu schlagen. «Vielleicht kann ich ihn ein bissl ärgern hier», sagte der Thüringer, der im Teamwettbewerb Bestzeit fuhr. Allerdings war Weltmeister Dukurs dort nicht am Start. Siegessicher raste der Lette im ersten Training in Lake Placid in einem Superman-Kostüm die Bahn herunter. Die beiden Junioren-Weltmeister Alexander Kröckel aus Oberhof (2011) und der Winterberger Alexander Gassner (2010) wittern im Kampf um die Medaillen Außenseiterchancen.

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