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Skeletoni Jungk hat noch Chance auf Bronze

Das Training lief „katastrophal“, doch Axel Jungk startete hoffnungsvoll in die olympischen Skeletonrennen. Zur Halbzeit hat er noch Chancen auf Bronze. Zum tragischen Helden könnte der Lette Dukurs werden, der im dritten Anlauf wohl wieder Gold verpasst.

Skeletoni
Axel Jungk hat noch Chancen auf Bronze.
Foto: Andy Wong/AP – dpa

Pyeongchang (dpa). Gold und Silber sind schon weit weg, nun will Skeletonpilot Axel Jungk Platz drei angreifen. Der Oberbärenburger liegt zur Halbzeit der olympischen Rennen als Siebter noch in Schlagdistanz.

Der WM-Zweite fuhr im Olympic Sliding Centre einen sauberen ersten Lauf, leistete sich dann in Durchgang zwei einen Patzer in Kurve neun und fiel von Platz drei auf sieben zurück. Dennoch hat der Olympia-Debütant nur 0,55 Sekunden Rückstand auf Bronze. So ein Abstand ist im Skeleton locker aufzuholen.

„Die Woche verlief für mich eigentlich katastrophal, ich hatte nicht einen einzigen Trainingslauf, mit dem ich ansatzweise zufrieden sein konnte. Der erste Lauf heute war grundsolide, ohne großen Fehler“, sagte Jungk und betonte: „Der zweite war mit kleinen Fehlern, die große Wirkung hatten.“

Auf den führenden Südkoreaner Yun Sungbin, der in beiden Läufen mit Start- und Bahnrekord überzeugte, hat er vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Freitag schon 1,45 Sekunden Rückstand. „Aus eigenen Kräften ist es schwer, noch nach vorn zu fahren, da müssen die anderen die Fehler machen“, sagte der Sachse.

Auf Rang zwei liegt der Russe Nikita Tregubow vor dem Letten Martins Dukurs, der als fünfmaliger Weltmeister und achtmaliger Weltcup-Gesamtsieger zum dritten Mal Anlauf auf Olympia-Gold nimmt. „Ich gönne keinem die Goldmedaille mehr als Martins, das ist nicht nur ein Klassesportler, sondern auch ein absolut toller Mensch, mit dem ich mich super verstehe. Er hat es einfach verdient“, sagte Jungk, der es ärgerlich findet, dass Olympia immer auf neu gebauten Bahnen stattfindet und somit der Heimvorteil „ausschlaggebend und gigantisch“ ist.

Der Oberhofer Christopher Grotheer und Alexander Gassner aus Winterberg, die nach Lauf eins beide zeitgleich auf Rang neun kamen, landeten vorerst auf den Plätzen neun und zehn. „Nach den guten Trainingsläufen bin ich schon enttäuscht“, sagte Grotheer.

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