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    Hamburg

    Sindbis-Viren erstmals in Deutschland nachgewiesen

    Das Sindbis-Virus ist erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Forscher des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) fanden den Erreger in Baden-Württemberg in drei verschiedenen Mückenarten.

    Das Sindbis-Virus wurde in den 50er Jahren in Afrika entdeckt, später auch in Europa, wo es besonders in Schweden und Finnland vorkommt. Es wird durch Mücken übertragen und verursacht fieberhafte Erkrankungen mit rheumatischen Beschwerden.

    «Normalerweise befallen Sindbis-Viren Vögel», teilte der BNI-Virologe Jonas Schmidt-Chanasit am Montag (3. Mai) mit. Beim Menschen können die Viren fiebrige Erkrankungen auslösen, die Ockelbo- oder Pogosta- Krankheit genannt werden. Sie gehen häufig mit Entzündungen der Gelenke einher und ähneln daher rheumatischen Erkrankungen. Die Tropenmediziner beschreiben ihren Fund im «Journal of Clinical Microbiology».

    Bernhard-Nocht-Institut: dpaq.de/Nocht

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