Sicherungsverwahrung für Jugendliche auf Prüfstand

Karlsruhe (dpa). Der Bundesgerichtshof prüft heute erstmals, ob die nachträgliche Sicherungsverwahrung auch nach dem Jugendstrafrecht zulässig ist. Dabei geht es um einen Fall aus Bayern, der 2008 eine Änderung des Gesetzes beschleunigt hat. Der heute 32-Jährige war 1999 nach dem Mord an einer Joggerin zur Jugendhöchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Er sollte am 17. Juli 2008 aus dem Gefängnis entlassen werden. Fünf Tage zuvor trat jedoch das neue Gesetz in Kraft. Er musste in Haft bleiben.