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Frankfurt/Main

Sicherheitsexperte: Zulieferer schmuggeln Pyrotechnik

dpa

Ein Sicherheitsexperte des Deutschen Fußball-Bundes vermutet, dass verbotene Pyrotechnik über Zulieferer und Caterer in die Stadien geschmuggelt wird.

Unvermeidlich
Fans von Dynamo Dresden haben Pyrotechnik mit ins Dortmunder Stadion geschmuggelt.
Foto: Kevin Kurek – DPA

«Ich möchte nicht wissen, wie viele Personen da gekauft sind», sagte Harald Meyer, Mitglied der DFB-Kommission Prävention und Sicherheit, bei der Berufungsverhandlung gegen den Pokalausschluss von Dynamo Dresden in Frankfurt/Main.

Meyer betonte, er könne keine Beweise liefern, vermute dies aber aus langjähriger Erfahrung. Das Durchsuchen der Fans nach verbotenen Brennkörpern sei grundsätzlich schwierig. «Sie können noch so gut durchsuchen, kleine Mengen Pulver kann man gut verstecken», sagte er.

Meyer trat in dem Prozess vor dem DFB-Bundesgericht als Zeuge auf. Er war bei den Ausschreitungen rund um das Pokalspiel von Dynamo Dresden am 25. Oktober in Dortmund im Signal Iduna Park als Sicherheitsbeauftragter. Das Abbrennen von Leuchtfeuern und Knallkörpern in Stadien ist verboten, es gibt aber eine Fanszene, die sich für die Legalisierung von Pyrotechnik einsetzt. Dem hatten sich der DFB und auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zuletzt erneut vehement widersetzt.

Das DFB-Sportgericht hatte den Zweitligisten Dresden am 24. November für die Saison 2012/2013 aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen. Die im deutschen Fußball einmalige Strafe erfolgte nach den massiven Ausschreitungen im Zweitrunden-Pokalspiel von Dynamo in Dortmund.

Dynamo-Anhänger hatten beim 2:0-Sieg des deutschen Meisters Böller und Raketen gezündet und mehrfach einen Spielabbruch provoziert. Zweimal wurde die Begegnung unterbrochen, auch im Umfeld der Partie war es zu Krawallen gekommen. Dabei hatte es 17 Verletzte, 15 Festnahmen und einen Sachschaden in Höhe von 150 000 Euro gegeben. Sowohl Dresden als auch Borussia Dortmund, das zu einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro verurteilt worden war, hatten Berufung eingelegt.

Der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz hatte nach dem erstinstanzlichen Urteil in drastischen Worten gewarnt: «Nie war die Gewalt in unseren Fußballstadien größer als in diesem Jahr. Wenn es so weiter geht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.»

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