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Beaver Creek

Shiffrin verteidigt WM-Titel im Slalom

dpa

Alpin-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin hat bei ihren Heim-Weltmeisterschaften das zweite Gold für die Amerikaner geholt und die Bilanz der Gastgeber weiter aufpoliert.

Mikaela Shiffrin
Mikaela Shiffrin verteidigte den WM-Titel im Slalom.
Foto: Hans Klaus Techt – dpa

Ungläubig stand die erst 19 Jahre alte Skirennfahrerin nach ihrer Titelverteidigung im Damen-Slalom im Ziel und lies sich von der geschlagenen Konkurrenz umarmen. Erst bei der kurzen Ehrung löste sich ihre Anspannung und sie lachte und winkte ins Publikum.

Silber mit 0,34 Sekunden Rückstand ging an Frida Hansdotter aus Schweden. «Damit bin ich sehr glücklich», sagte sie. Bronze holte Sarka Strachova aus Tschechien. Auch die beiden deutschen Fahrerinnen Maren Wiesler und Lena Dürr überzeugten für ihre Verhältnisse und erreichten mit den Plätzen 12 und 13 ihre besten Saisonresultate auf Weltklasseniveau. «Das tut dem ganzen Slalom-Team gut, auch unseren Trainern», sagte die um 0,02 Sekunden schnellere Wiesler. «Das war eine Stärkung des Selbstbewusstseins», sagte Damen-Cheftrainer Markus Anwander.

Bestes Slalom-Resultat der deutschen Damen in dieser Weltcup-Saison war Rang 18 der nicht für die WM qualifizierten Christina Geiger aus dem November 2014 in Aspen. Da keine einzige Athletin die WM-Norm erfüllt hatte, setzte der Deutsche Skiverband eine interne Ausscheidung an, bei der sich Dürr und Wiesler durchsetzten. Jetzt rechtfertigten sie ihre Nominierungen. «Ich hoffe, dass das jeder so sieht», meinte Wiesler, die wie ihre Teamkollegin wertvolle Punkte für die Weltcup-Startliste sammelte. «Ich bin sehr zufrieden, dass ich es in die Top 15 geschafft habe», kommentierte Dürr.

«Eigentlich geht's im Training schon immer ganz gut. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass es auch im Rennen mal klappt», befand die 22 Jahre alte Wiesler schon nach einem starken ersten Lauf, den sie auf Rang 15 beendete. Die Deutsche riss die Arme hoch, der Stadionsprecher brüllte enthusiastisch: «Baby, das war fantastisch.» Bereits beim Weltcup-Slalom in Flachau Mitte Januar hatte Wiesler als Halbzeit-17. ordentlich im Rennen gelegen, ehe im zweiten Durchgang ihre Bindung brach und sie ausschied. «Dass es heute bei einer WM klappt, das ist so cool.»

Auch Dürr, Freundin des am Sonntag im Herren-Slalom startenden Fritz Dopfer, lag nach dem ersten Durchgang als 17. prima im Rennen. «Ein Top-15-Resultat ist realistisch, ich will einfach noch mal einen Superlauf runterkriegen», kommentierte die 23-Jährige aus Germering und versprach volle Attacke im Finale.

An der Spitze führte Shiffrin vor dem zweiten Durchgang schon mit vier Zehntelsekunden vor Hansdotter und etwas mehr vor Strachova. «Ich habe die letzten Wochen viel auf weichem Schnee trainiert und er erinnert mich an den Schnee bei Olympia. Ich bin bereit, und jetzt geht's darum, es einfach zu tun», sagte Shiffrin, die im Riesenslalom am Donnerstag auf Platz acht gefahren war. Nun lag sie ganz vorn und war froh drüber: «Es war toll, in der Leader Box die Atmosphäre zu fühlen», sagte Shiffrin.

Viel Druck hatte ihr bereits Ted Ligety am Vortag genommen, indem der Landsmann die erste Goldmedaille für die USA gesichert hatte. «Als ich Teds Rennen gestern sah, als er im zweiten Lauf ins Ziel kam, war mein erster Gedanke: Das Rennen gewinnst Du. Mein zweiter Gedanke: Danke, dass du diese Goldmedaille holst!», bemerkte Shiffrin. Am Samstag durfte sie feiern.

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