Archivierter Artikel vom 26.08.2010, 09:18 Uhr

Selbstklimmer rechtzeitig zurückschneiden

Bonn (dpa/tmn). Bei manchen Gartenbesitzern kommt Panik auf, wenn Efeu sich anschickt, den alten Kirschbaum oder den Silberahorn zu erobern. Er wird dem Baum alle Kräfte entziehen und ihn sterben lassen, so die Befürchtung. Die Sorge ist aber weitgehend unbegründet.

Lesezeit: 1 Minuten
Selbstklimmer
Selbstklimmer wie die Kletterhortensie halten sich mit Haftwurzeln an der Wand fest, um empor und ans Licht zu kommen. (Bild: PdM/dpa/tmn)

Selbstklimmer wie der Efeu, der Wilde Wein oder die Kletterhortensie halten sich zwar mit Haftwurzeln am Baum fest und nutzen ihn, um empor und ans Licht zu kommen. Sie sind aber keine Schmarotzer, so wie das bei der Mistel der Fall ist, erläutert der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Während letztere sich aus den Leitungsbahnen bedient, in denen der Baum Wasser und Mineralien transportiert, rühren die Selbstklimmer sie nicht an.

Alles, was sie zum Leben brauchen, also die Energie des Sonnenlichts, Wasser und Nährstoffe, besorgen sie sich selbst über ihre Wurzeln und ihre grünen Blätter. Gefährlich werden sie dem Baum erst dann, wenn sie zu mächtig werden und ihn instabil machen. Das kann geschehen, wenn der Selbstklimmer den Baum einseitig erobert. Entwickelt Efeu dann noch in der Höhe seine buschartige Altersform, ist es um das Gleichgewicht des Baumes geschehen. Meist be- und verdrängen Efeu, Wilder Wein oder Kletterhortensie dann auch bereits das Laub, und die Vitalität des Baumes nimmt deutlich ab. So weit kommt es aber nicht, wenn die Selbstklimmer zurückgestutzt werden.