Archivierter Artikel vom 17.05.2010, 12:24 Uhr

Science Slam: Wissenschaft kurz und unterhaltsam

Münster (dpa). Was passiert eigentlich im Körper, wenn bei einem Date die Chemie stimmt? Und wie kommt es, dass sich manche Menschen buchstäblich nicht riechen können?

Beim sogenannten Science Slam (Forscherwettstreit) tragen meist junge Leute Neues aus Physik, Chemie und Co. vor – kurz und knapp und möglichst unterhaltsam. Junge Akademiker treten gegeneinander an und bringen ihre Erkenntnisse oder Abschlussarbeiten vom Labor auf die Bühne. In nur zehn Minuten sollen sie die Inhalte den Zuschauern vermitteln. Zum Schluss kürt das Publikum den Meister des wissenschaftlichen Kurzvortrags – er oder sie erhält das «Goldene Gehirn».

Diese moderne Form der Wissensvermittlung funktioniert ähnlich wie der mittlerweile weit verbreitete Poetry Slam, bei dem Dichter ihre Texte auf der Bühne vortragen. Auch bei dem literarischen Wettstreit haben die Teilnehmer nur wenige Minuten Zeit, sich in Szene zu setzen. Am Ende entscheidet das Publikum über Sieg oder Niederlage.

Auch der noch relativ junge Science Slam wird mittlerweile in einigen deutschen Städten ausgetragen, darunter Köln und Dortmund. Am 17. Mai nun geht er erstmals in Münster an den Start. Der beste der insgesamt sieben Kandidaten qualifiziert sich für den ersten nationalen «Kampf der Gehirne» am 19. Juni in Braunschweig.

Science Slam Münster: www.scienceslam-ms.de

Science Slam: www.scienceslam.org