Archivierter Artikel vom 30.06.2010, 16:56 Uhr

Schweizer Alinghi-Team lässt Top-Segler ziehen

Genf (dpa). Mehrere Top-Segler verlassen den zweifachen America's-Cup-Sieger Alinghi. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, hat Murray Jones beim USA-Rivalen BMW Oracle angeheuert.

Auch Rechtsberater Hamish Ross folgt dem Ruf von Landsmann und BMW-Oracle-CEO Russell Coutts. Skipper Brad Butterworth sowie Chefdesigner und Schiffsarchitekt Rolf Vrolijk stehen angeblich in Verhandlungen mit dem italienischen Team Luna Rossa. Schon länger steht der Abgang von Design-Koordinator Grant Simmer zum britischen Challenger Origin fest.

Butterworth und Jones gehörten zu den sechs neuseeländischen Seglern um Coutts, mit deren Engagement Alinghi-Patron Ernesto Bertarelli vor zehn Jahren den Grundstein für die Erfolge legte. Nun hat Bertarelli wegen der offenen Zukunft des America's Cup noch keine Verträge verlängert. «Vielleicht ist es besser, wenn Alinghi vorerst für einen Cup aussetzt, um zu schauen, in welche Richtung die Entwicklung geht», wird der Milliardär im «Tages-Anzeiger» zitiert.

Ein knappes halbes Jahr nach dem klaren Sieg von Herausforderer BMW Oracle gegen Titelverteidiger Alinghi stehen weder das Austragungsjahr oder der Austragungsort noch die Bootsklasse oder das Regatta-Format des 34. America's Cup fest.