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Schumacher: «War nicht besonders anstrengend»

dpa

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat mit einem eher unspektakulären sechsten Platz beim Großen Preis von Bahrain sein Comeback in der Formel 1 gegeben. Im Interview äußert sich der Kerpener über das Rennen.

Renn-Promi
Michael Schumacher geht nach dem Rennen zurück in die Mercedes-Box.

Wie war das erste Rennen nach über drei Jahren Pause für Sie?

Schumacher: «Es hat sicherlich Spaß gemacht. Speziell der Anfang. Der war noch mit der interessanteste Part. Danach hieß es eigentlich nur, keine Fehler zu machen, das Auto nach Hause zu bringen und nicht zu dicht auf den Vordermann aufzufahren. Die Reifen nicht überbeanspruchen und auf eine Möglichkeit warten, dass jemand ausfällt oder einen Fehler macht.»

Was hat sich seit ihrem letzten Rennen verändert?

Schumacher: «Am Auffälligsten sind sicherlich die Reifen. Speziell der Vorderreifen ist schon sehr schmal und klein. Ich muss bei meinem Fahrstil das Auto noch dahin arbeiten, damit ich es so um die Ecke kriege, wie ich es mir vorstelle.»

Was fehlt mit Blick auf die Spitze mit Red Bull, Ferrari und auch McLaren?

Schumacher: «Ich glaube, McLaren ist mehr oder weniger da, wo wir sind. Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben. Das wussten wir vorher schon. Das hat sich bestätigt. Da können wir jetzt rangehen.»

Was können Sie denn durch die Reglementierungen am Auto verändern?

Schumacher: «Man kann schon die Aerodynamik verändern. Man kann sicher kein komplett neues Auto bauen. Das wäre aber auch fehl am Platz und würde viel zu viel Zeit und Energie verschwenden. Jetzt geht es um die Optimierungen, im Windkanal zu arbeiten, die Entwicklungsprozesse so zu beschleunigen, dass man den Rückstand aufholt.»

Sie sind gerade ein Rennen gefahren und sehen topfit aus, wie geht es Ihnen?

Schumacher: «Es geht mir eigentlich ganz gut. Es war nicht besonders anstrengend für mich. Das liegt natürlich auch daran, dass die Reifen es nicht zulassen, schnell zu fahren. Daher muss man sich auch nicht so sehr anstrengen.»

Wie sehen Sie sich im Vergleich mit ihrem Teampartner Nico Rosberg?

Schumacher: «Ich finde, das hat eigentlich gut funktioniert. Wir lagen drei bis vier Sekunden auseinander. Davon waren zwei beabsichtigt, die anderen zwei, wenn man will, kann man die zufahren. Ich habe aber nur geachtet, was hinter mir passiert.»

Sind die Abstände zu Ferrari und Red Bull ein bisschen entmutigend?

Schumacher: «Ich habe schon große Abstände am Beginn einer Saison gehabt und trotzdem am Ende um die WM gekämpft. Ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Es wäre jetzt sicherlich verfrüht, schon eine Prognose zu wagen und zu sagen, da geht nichts mehr. Es geht immer.»

Aufgezeichnet von Jens Marx, dpa

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