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    Shanghai

    Schumacher fordert Geduld: Brauche noch Zeit

    Mit schwarzem Schal und ernster Miene bat Michael Schumacher um noch mehr Geduld bei seinem Formel-1-Comeback. «Ja, es hat etwas gedauert, und es wird noch ein wenig mehr Zeit brauchen», sagte der Rekord-Weltmeister im nasskalten Shanghai.

    Motiviert
    Michael Schumacher läuft in Shanghai durchs Fahrerlager.

    Als WM-Zehnter kehrt der 41-Jährige an den Ort des bislang letzten seiner 91 Grand-Prix-Siege zurück. In die Erfolgsspur hat der Rückkehrer vor dem vierten Saisonrennen in China aber noch nicht wieder gefunden. «Natürlich hätte ich gern bessere Ergebnisse erzielt, aber ich weiß, was ich mache, und ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein», meinte der Mercedes-Superstar im Blitzlichtgewitter der Fotografen bei der offiziellen Pressekonferenz des Weltverbandes FIA. Das sieht die Teamführung ähnlich. «Er weiß, dass er sich ganz wenig vorzuwerfen hat», erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

    Zumindest den Glauben an seinen achten Titel hat sich Schumacher auch nach drei Enttäuschungen zum Saisonstart bewahrt. «Ja, unbedingt. Wenn wir das Auto schnell genug weiterentwickeln, dann gibt es keinen Grund, warum wir nicht um den Titel kämpfen sollten», sagte der Kerpener. «Wir sind weit davon entfernt zu denken, die Saison sei schon vorbei.»

    Es ist jedoch kein Geheimnis, dass der Silberpfeil derzeit aus eigener Kraft unter normalen Bedingungen nicht siegfähig ist. «Red Bull und Ferrari sind uns etwas voraus, McLaren ist wohl auch ein wenig stärker», befand Schumacher. Vorwürfe ans Team spart er sich in der Öffentlichkeit jedoch. «Es geht Schritt für Schritt vorwärts, ich bin ganz zufrieden mit diesem Trend», betonte er.

    Die Gelassenheit der PS-Ikone sei keineswegs vorgetäuscht, versicherte Haug. «Michael ist sicherlich kein staatlich geprüfter Schauspieler. Er ruht in sich und bringt sich sehr viel ins Team ein.» Der neue Werksrennstall des schwäbischen Autobauers sei eben derzeit «in einem Aufholprozess», sagte Haug. «Das geht nicht über Nacht. Wenn Sie in Hektik verfallen, dann geht nichts mehr», warnte der 57-Jährige.

    Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat den Altmeister, der bislang auch an seinem Teamkollegen Nico Rosberg nicht vorbeigekommen ist, noch lange nicht abgeschrieben. «Wartet noch zwei, drei Rennen, dann ist er wieder der Alte», urteilte der Brite jüngst. «Michael wäre nicht zurückgekommen, wenn er nicht wüsste, dass er es noch draufhat. Er will gewinnen. Und er wird auch gewinnen.»

    In China muss der Routinier aber auf ein Wunder hoffen - oder auf Regen wie bei seinem letzten Triumph in der 19-Millionen-Metropole im Oktober 2006. «Ich sehe uns nicht in der Favoritenstellung», meinte Haug.

    Mercedes spielt auf Zeit. Alle Hoffnungen richten sich auf das nächste Rennen in Barcelona und die Europa-Saison, wenn die Silbernen mit einem stark modifizierten Auto angreifen wollen. Teamchef Brawn verspricht sich noch viel von seinem deutschen Fahrerduo: «Beide werden gute Ergebnisse erzielen, sobald wir ihnen ein Auto geben, dass ihren Talenten entspricht. Dann werden sie ganz vorn mitfahren können.»

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