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    Oberstdorf

    Schmitt kehrt zurück: «Fühle mich fit»

    Hoffnungsträger Martin Schmitt kehrt elf Tage vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele beim Weltcup in Klingenthal ausgeruht und angriffslustig auf die Schanze zurück.

    Im Vogtland will die Nummer 1 unter Deutschlands Skispringern nach der 27-tägigen Auszeit wegen eines Erschöpfungssyndroms endlich zur Form des Vorjahres finden und Selbstvertrauen für Olympia tanken. «Ich fühle mich fit und hoffe, dass ich in Klingenthal wieder gut in den Weltcup einsteigen kann. Die Wettkämpfe im Rahmen der Team-Tour sind für mich ein Zwischenschritt auf dem Weg nach Olympia. Ich hoffe, am Ende mit guten Ergebnissen im Rücken nach Vancouver fliegen zu können», sagte Schmitt vor der Qualifikation.

    Für den 32 Jahre alten Vize-Weltmeister ist es der erste Wettkampf seit dem Finale der Vierschanzentournee, die er Anfang Januar nur als 21. beendete. Danach hatte Schmitt eine längere Regenerationsphase einlegen müssen, weil er über körperliche Defizite infolge einer jahrelangen Gratwanderung beim Gewicht geklagt hatte. «Es ist natürlich bitter, wenn so etwas passiert. Aber man kann sich nicht dagegen wehren. Damit müssen viele Skispringer kämpfen. Mal klappt es, mal klappt es nicht», sagte Schmitt über seine Probleme.

    Der viermalige Weltmeister von 1999 und 2001 wiegt bei einer Größe von 1,82 Meter lediglich 63 Kilogramm. «Um mich wohlzufühlen, müsste ich vier Kilo mehr wiegen», hatte er nach seinem Ausstieg öffentlich bekannt. Viele Pfunde hat er in seiner Wettkampfpause aber nicht draufgepackt. «Bei Olympia werde ich sicher nicht 5 Kilo schwerer sein als bei der Vierschanzentournee. Sonst brauche ich gar nicht mitmachen», stellte Schmitt klar.

    Bundestrainer Werner Schuster hofft dennoch, dass «Martin stärker zurückkommt als er gegangen ist». Im bisherigen Saisonverlauf kam Schmitt nie aus dem Mittelmaß heraus und lag vom Niveau her nur zwischen Platz 15 und 20. «Im Vorjahr hat er sich zwischen Rang drei und acht bewegt. Es wäre daher wichtig, dass er ein paar Plätze vorrückt. Wenn er das schafft, wäre das ein guter Schritt», sagte Schuster.

    Der Zeitpunkt für Schmitts Wiedereinstieg ist nach Ansicht des Bundestrainers richtig gewählt. «Ich freue mich, wenn er wieder beim Team aufschlägt. Ich bin gespannt, wie er sich behauptet», meinte Schuster. Zwar habe er von Schmitt positive Rückmeldungen aus dem Training erhalten, «aber Martin ist allein gesprungen und hatte keine Vergleichsmöglichkeiten.»

    Schmitt selbst sieht sich voll im Plan. Nach den ersten Trainingseinheiten auf der 90-Meter-Schanze in Chaux-Neuve absolvierte er in Neustadt mehrere Sprünge auf einer großen Anlage. «Die Bedingungen waren perfekt. Ich habe den Schwerpunkt auf die Materialabstimmung gelegt und ein gutes Setup gefunden», berichtete der Mannschafts-Olympiasieger von 2002. Das will er nun in Klingenthal und am Wochenende beim Team-Tour-Finale in Willingen unter Beweis stellen. «Ich möchte vor Olympia in den Wettkampf- Rhythmus finden und die Dinge umsetzen, die ich mir im Training erarbeitet habe», sagte Schmitt.

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