Archivierter Artikel vom 31.05.2010, 10:20 Uhr

Schmerzensgeld nach Explosion auf Betriebstoilette

Oberhausen (dpa/tmn). Ein Arbeitnehmer kann von seinem Kollegen Schmerzensgeld verlangen, wenn dieser für eine Explosion auf der Toilette verantwortlich ist. So hat das Arbeitsgericht Oberhausen entschieden, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt.

Das Gericht sprach dem Betroffenen ein Schmerzensgeld von 20 000 Euro zu. Der Kläger hatte dem Beklagten vorgeworfen, auf der Betriebstoilette zwei Dosen Raumspray versprüht zu haben, während der Kläger die Toilette benutzte (Aktenzeichen: 1 Ca 1181/09). Das Luft-Gas-Gemisch entzündete sich, es kam aus nicht geklärten Gründen zu einer Explosion, bei der der Kläger lebensgefährliche Brandverletzungen erlitt. Auch der Beklagte wurde schwer verletzt.

Das Arbeitsgericht kam nach der Zeugenvernehmung zu dem Ergebnis, dass der Beklagte für die Explosion verantwortlich war. Es verurteilte ihn neben Schadensersatz auch zur Zahlung von Schmerzensgeld.

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